habe bereit-; nach dem Vater gesehen, der wohl noch eine Stundeschlafen wird; Du brauchst daher nur die gehörige Vorsicht anzuwen-den, um Dir alle Ehren des Tages zu retten."
„Wohl; 'Duke ist Dein Vater, Elisabeth, aber ich muß dochsagen, daß er überall, sogar in Kleinigkeiten, der Vorderste sehnwill. Was mich anbelangt, so mache ich mir nichts aus derleiDingen, wenn cs nicht gerade gilt, einem den Vorrang abznlaufen.Etwas an und für sich Unbedeutendes kann ans dein Wege derConcurrenz zu etwas Wichtigem werden. So ist es mit deinemVater, — er hat'S gern, der erste zu sehn; aber da stehe dann ichals Mitbewerber an seiner Seite."
„Das leuchtet mir wohl ein, Vetter," versetzte Elisabeth. „Duwürdest Dir nichts ans der Auszeichnung machen, wenn Du alleinauf der Welt stündest; da es aber zufälliger Weise noch gar vieleandere gibt, — je nun, so mußt Du mit ihnen alle» kämpfen —auf dem Wege der Concurrenz."
„Ganz richtig, ich sehe, Du bist ein gescheutes Mädchen, Beß,das seiner Erziehung Ehre macht. Du hast'S übrigens nur mirzu danken, daß Du in jene Anstalt geschickt wurdest; denn alsDein Vater die Sache zur Sprache brachte, fragte ich einen um-sichtigen Freund in der Stadt brieflich um Rath, welcher geradedieselbe Schule empfahl, i» welche Du gebracht wurdest. 'Dukewar, wie gewöhnlich, anfangs etwas störrisch; aber als ich ihm reinenWein einschenkte, sah er sich endlich doch genöthigt, dich hinzusenden."
„Still, still, von 'Duke's Schwächen. Er ist mein Vater;und wenn Du wüßtest, was er für Dich gethan hat, während wirin Albany waren, so würdest Du Dich glimpflicher über seinenCharakter auSdrücken."
„Für mich?" rief Richard, indem er einen Augenblick seinenSpaziergang unterbrach, um Mchzudenken. „Ah, ich vermuthe,er hat mir den Plan des neuen holländischen BethauseS mitgebracht?Aber daraus mache ich mir wenig: denn ein Mann, der Talent be-