Dünne Wolken begannen gegen Morgen den Himmel zu überziehenund der Mond versteckte sich hinter einer Dunstmasse, die unter demEinflüsse einer milderen, von dem fernen Ocean hcrwehenden Luftrasch gen Norden getrieben wurde. Die aufgehende Sonne wurdedurch dichte, sich stets mehrende Wolkenmaffen verdunkelt, währendder Südwind, der thalaufwärts fegte, die untrüglichen Zeichen de»ThanwetterS mit sich führte.
Erst spät am Morgen, als Elisabeth die schwache Glut ge-wahrte, welche, nachdem das Licht der Sonne bereits das entge-gengesetzte Gebirge berührt hatte, über den östlichen Bergen zumVorschein kam, wagte es die Tochter des Richters, das Haus zuverlassen, um durch eine Musterung seiner Umgebung ihre Neugierdezu befriedigen, ehe noch die Nachtschwärmer des Weihnachtsabends beidem Frühstücke erschienen. Sie zog die Falten ihres Pelzmantelsdichter an, um sich gegen die Kälte, welche, trotz ihrer schnellenAbnahme, immer noch streng genug war, zu schirmen, und wareben im Begriffe durch die Thüre einer Einzäunung zu trete»,welche hinter dem Hause zu einem kleinen Dickicht von niederenFichten führte, wo vor nicht gar langer Zeit Bäume von weitgewaltigerem Wuchs gestanden hatten, als sie durch Herrn Jones'Stimme überrascht wurde.
„Frohe Weihnachten! frohe Weihnachten, Väschen Elisabeth!»schrie er. „Aha, ich sehe, du bist früh auf den Beinen; aber ichwußte es ja, daß ich Dir zuvorkommen würde. Ich war noch niein einem Hause, wo ich nicht der ganzen Bewohnerschaft, Mann,Weib oder Kind, groß oder klein, schwarz, weiß oder gelb, den er-sten Christscstsgruß abgewann. Aber warte einen Augenblick, bi»ich in meinen Nock geschlüpft bin. Ich sehe. Tu willst Dir dieVerschönerungen betrachten, und die kann Dir Niemand so gut er-klären, als ich, da Alles nach meinem Plan angelegt worden. Eswird wohl noch eine Stunde anstehen, ehe 'Duke und der Major