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frage Euch daher, Sir, ab ein Schuß auf einen Menschen eineSache ist, die man so gar leicht nehmen darf? Gesetzt, Sir, derjunge Mann hätte Weib und Familie, und gesetzt, er wäre einTechniker, wie Ihr selbst, Sir, und gesetzt, seine Familie hienge >
wegen ihres Unterhalts nur von ihm ab; und gesetzt, die Kugelhätte ihm, statt blos in'S Fleisch zu dringen, das Schulterblattzerschmettert, und ihn für immer zum Krüppel gemacht; — ichfrage Euch alle meine Herren, gesetzt, all' dieses wäre der Fall,müßte die Jury nicht ans eine bedeutende Entschädigung antragen?"
Da der Schluß dieser Fallsetzungcn an die Gesellschaft insge-sammt gerichtet war, so fühlte sich anfänglich Hiram nicht berufen,eine Erwiederung zu geben; als er aber fand, daß die Augen allerAnwesenden erwartungsvoll ans ihm hafteten, so gedachte er seinesrichterlichen Charakters und begann daher mit dem gebührendenGrade von Bedächtigkeit und Würde:
„Freilich, wenn Einer auf einen Andern schießt, — ich meinenämlich, wenn er cs mit Vorsatz thut, und wenn das Gericht da- '
von Meldung erhält, und wenn ihn eine Jury schuldig findet, soist es wahrscheinlich ein Fall, der den Thäter in'S Staatsgefäng-niß liefert."
„Allerdings ist es so, Sir," erwiederte der Advokat. „DasGesetz, meine Herren, erkennt in einem freien Lande kein Ansehender Person. Es ist eine der großen Segnungen, welche uns vonunfern Borfahren überantwortet wurden, daß alle Menschen inden Augen des Gesetzes ebenso gleich sind, als sie durch die Naturgleich geschaffen wurden. Mögen auch einige, weiß Gott, wie,zu einem großen Vermögen gekommen scyn, so werden sie dadurchdoch nicht berechtigt, die Gesetze eher übertreten zu dürfen als derärmste Bürger in den Staaten. Dieß ist meine Ansicht, meineHerren, und ich denke, wenn jemand diese Angelegenheit vor Ge- *
rieht bringen wollte, so dürfte sich wohl soviel Herausstellen, daßdie Salben bezahlt würden. Was meint Ihr, Doctor?"