Druckschrift 
3 (1842) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
176
Einzelbild herunterladen
 

176

brave Seele, die im Kampf für die Freiheit im Sattel starb, mußdoch auch Gnade finden. Wenn sic ihm und so manchen Tapfern,der wie er starb, nur nicht einen so armseligen Grabstein gesetzthätten! Aber das Schild ist sehr ähnlich nnd ich will es erhalten,so lang der Schmied noch einen Hacken machen kann, um ihn zutragen allen Kaffeehäusern zwischen hier nnd Albany znm Trotze."

Wir können nicht sagen, auf welche Abschweifungen dieseUnterhaltung das würdige Paar noch geführt haben würde, wennnicht die Männer vor der Thüre dem Abstampfen des Schnees vonihren Füßen plötzlich ein Ende gemacht hätten und in die WirthS-stube getreten wären.

Es vergingen zehn oder fünfzehn Minuten, bis sich die ver-schiedenen Individuen, welche Erbauung geben oder holen wollten,vor den Feuern des kühnen Dragoners niedergelassen nnd so ziemlichalle Bänke der Gaststube besetzt hatten. Die behaglichste Ecke desZimmers nebst einem hochlehnigcn hölzernen Canapee hatte DoctorTodd mit einem schmutzig ansschenden, schäbig - gentilen jungenMann eingenommen, der fleißig Taback schnupfte, einen Rock vonziemlich modischem Schnitte trug und oft eine große silberne Uhr,die an einer Haarkette hing und mit einem silbernen Schlüsselversehen war, heranszog: er schien so ziemlich zwischen den Hand-werkern in seiner Nähe und einem wirklichen Mann von Standedie Mitte zu halten.

Mehrere braune Krüge mit Cyber oder Bier wurden zwischendie Feuerböcke gesetzt nnd unter den Gästen bildete» sich kleineGruppen, sobald einer einen Vortrag hielt oder die Flüssigkeit ihreRunde machte; denn Niemand hatte ein besonderes Glas, wiedenn auch überhaupt für jede Gattung von Getränk nur ein ein-ziges Gefäß für nöthig erachtet wurde; das Glas oder der Krugging daher von Hand zu Hand, bis die Reihe zu Ende war odereine gewisse Achtung vor den Rechten des Festgebers die Neigedes Trankes dem wieder zuschob, welcher denselben bezahlt hatte.