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immerhin er und seine Tochter in seinem Neichthum schwelgen —der Tag der Vergeltung bleibt nicht aus. — Nein, nein, nein,"fuhr er ruhiger auftretend fort — „nur Mohegan konnte auf dieVermuthung kommen, daß die Verletzung absichtlich geschah; dochdiese Kleinigkeit ist nicht Werth, daß ich weiter daran denke."
Er setzte sich, stemmte die Arme auf seine Kniee und verbargsein Gesicht mit den Händen.
„Es ist das erbliche Ungestüm der Leidenschaft eines Einge-borenen, mein Kind," sagte Herr Grant leise zu seiner Tochter,welche sich entsetzt an seinen Arm geklammert hatte. „Er hat,wie du hörtest, indianisches Blut in den Adern, und weder dieMacht der Erziehung, noch die Vortheile unserer ausgezeichnetenLiturgie sind im Stande gewesen, das Nebel mit der Wurzel aus-zurotten. Doch kann Sorgfalt und Zeit noch viel für ihn thun."
Obgleich der Geistliche leise gesprochen hatte, so war er dochvon dem Jüngling nicht unbeachtet geblieben, denn er erhob jetztsein Haupt und fuhr, mit einem unbestimmten Lächeln in seinenZügen, ruhiger fort:
„Sie brauchen sich weder durch die Wildheit meines Beneh-mens noch durch die Rauhheit meines Aeußern beunruhigen zu lassen,Miß Grant. Eine Leidenschaftlichkeit hat mich hingerissen, die ichhätte unterdrücken sollen, und ich muß sie mit Ihrem Vater demBlute beimesscn, das in meinen Adern stießt, obgleich ich meinemStamme deshalb keinen Vorwurf machen will, denn cs ist daseinzige mir verbliebene Erbe, dessen ich mich rühmen kann. Ja,ich bin stolz auf die Abkunft von einem Delawareuhäuptling, voneinem Krieger, der der menschlichen Natur zur Ehre gereichte.Der alte Mohegan war sein Freund und der Zeuge seiner Tugenden."
Herr Grant nahm jetzt das Gespräch auf, und als er denjungen Mann ruhiger und den betagten Häuptling aufmerksamfand, so erging er sich in einer weiten theologischen Erörterungüber die Pflicht der Vergebung. Die Unterhaltung dauerte über