fallen, schüttelte die Masse schwarzer Haare von seiner Stirne undnäherte sich Herrn Grant, welchem er die Hand entgegenstreckte,indem er ihn zugleich feierlich anredete:
„Vater, ich danke Dir. Die Worte, die Du gesprochen hast,seit der Mond aufgegangen ist, sind aufwärts gestiegen, und dergroße Geist ist erfreut. Was Du Deinen Kindern gesagt hast,werden sie nicht vergessen und gut seyn." Er hielt einen Augen-blick inne; dann richtete er sich mit der ganzen Würde eines india-nischen Häuptlings auf und fuhr fort:
„Wenn Chingachgook so lange lebt, um der untergehenden Sonneuachzuziehen zu seinem Stamme, und der große Geist ihn über dieSeen und Berge führt mit dem Athem in seinem Körper, so wirder seinen Leuten die Worte sagen, die er gehört hat, uud sie werdenihm glauben, denn wer kann sagen, daß Mohegan je gelogen?"
„Verlasst Dich ganz auf die göttliche Gnade," erwiederteHerr Grant, dem das stolze Selbstgefühl des Indianers einwenig unpassend schien, „und sie wird Dich nie verlassen. Wenndas Herz mit der Liebe zu Gott erfüllt ist, so kann die Sündekeine Wurzel fassen. — Doch Ihnen, junger Mann, bin ich nichtnur in Gemeinschaft mit denen, welchen Sie diesen Abend auf demBerge das Leben gerettet, zu Danke verpflichtet, sondern Sie ver-binden mich auch auf's Neue durch Ihr anständiges und frommesBenehmen, durch das Sie mir während des Gottesdienstes in einemsehr drückenden Augenblicke zu Hilfe kamen. Es ist so selten,in diesen Wäldern einen Mann von Ihrem Alter und Aeußern zufinden, der mit unserer heiligen Liturgie so ganz vertraut ist, daßdieser Umstand auf einmal die Entfernung zwischen uns aufhebtund ich Sie nicht länger als einen Fremden betrachten kann. Siescheinen den Gottesdienst ganz genau zu kennen, denn ich bemerkte,daß Sic nicht einmal ein Buch hatten, obgleich der gute HerrJones an niedreren Stellen welche auflegen ließ."
„ES wäre sonderbar, wenn ich mit dem Gottesdienst unserer