nicht finden können. Ehe jedoch der Geistliche z» dem Schluffeder Bcichtformel km», erschien Richard wieder ln der Thüre, nndwährend er sich leichten Trittes durch den Raum hinbcwegte. nahmer die Antwort mit einer Kraft auf, welche keine andere Bcsorg-ntß vcrricth, als daß sie nicht möchte gehört werden. In seinerHand trug er ein kleines, offenes Kästchen mit den schwarzgemaltenZahlen, 8 nnd lO, auf der einen Seite, welches er, augenschein-lich als einen Fußschemel für den Geistlichen, in die Kanzel stellte,worauf er zu seinem Platze zurückkehrte, und gerade noch zeitiggenug daselbst anlangte, um mit einem volltönigem „Amen" cin-fallen zu können. Als Herr JoneS mit seiner seltsamen Last cin-trat, waren die Augen ans einem leicht erklärlichen Grunde nachden Fenstern gerichtet: sie kehrten sich jedoch bald wieder in ge-spannter Aufmerksamkeit dem Prediger zu, da man bereits an dieThätigkeit des „AuShclfcrS in allen Dingen" gewöhnt war.
Langjährige Erfahrung hatte Herr Grant in den Stand ge-setzt, sein dcrmaliges Amt auf eine bewunderungswürdige Weisedurchzuführen. Er kannte den Charakter seiner Zuhörer, die alsein noch ungebildetes Volk, welches eifrig an den Spitzfindigkeiten ihrerverschiedenen religiösen Ansichten hielt, die Einführung eines so zeit-lichen Beiwerks, wie Formeln, in ihre geistige Gottcsverehrung nichtnur mit Eifersucht, sondern oft sogar mit Widerwillen betrachteten.Einen großen Theil seiner Kenntnisse hatte er dem Studium desgroßen Buches der Natur, das in der Welt offen vor uns da liegt,gefunden, und da er wußte, wie gefährlich es sey, niit der Un-wissenheit zu streiten, so bemühte er sich durchweg, Alles einemBefehl Aehnliche zu vermeiden, wo seine Vernunft cS fürräthlich erachtete, zu überzeugen. Seine Nechtgläubigkeit hing
nicht mit seinem Priesterrocke zusammen. Er konnte, wenn es dieUmstände erforderten, auch ohne den Beistand seines Küsters mitGlut und Andacht beten, wie man ihn auch oft einen sehr evan-gelischen Vortrag mit der vollen Kraft seiner Beredtsamkeit halten