Elisabeth'« Mutter, wie auch die Mutter des Richters, waren An-hängcrinen der bischöflichen Kirche gewesen; und Marmaduke'Srichtiger Sinn empörte sich gegen die vertraulichen Zwiegespräche,welche die Häupter der Versammlungen bei ihren nächtlichen Zu-sammenkünften mit der Gottheit pflogen; er hielt es daher,wenn auch nicht dem Wesen, so doch der Form nach, mit derHochkirche. Auf der andern Seite war Richard ein strengerEiferer für die Dogmen und Ceremonien dieser Glaubensform;wie er es denn auch einige Male, wenn an einem Sonntage ge-rade die Kanzel leer stand, versucht hatte, das bischöfliche Systemgeltend zu machen. Da aber Richard Alles gerne übertrieb undsich gewissermaßen eine päpstliche Autorität anmaßte, so sah ersich an dem zweiten Sonntage von dem größten Theile seiner Zu-hörer verlasse», und am dritten Sonntage bestand sein ganzes Au-ditorium nur nochaus Ben Pump, in dem sich die ganze Hartnäckig-keit und Rechthaberei eines orthodoxen Hochkirchlers vereinigte.
Vor dem Ausbruch des NevolutionSkriegeS wurde die englischeKirche in den Colonien von einigen ihrer Anhänger in dem Mutter-lande mit großem Interesse unterstützt, und einige von ihre» Con-gregationen hatten sich wirklich großer Fonds zu erfreuen. Abersobald die Unabhängigkeit der vereinigten Staaten erklärt war,erschlaffte diese christliche Seete, da es in ihrem Clerus an der ge-hörigen Orduung und an ciuem leitenden Oberhaupte fehlte. Umdiesen Nachtheil zu beseitigen, wurden endlich fromme und begabteGeistliche auserlesen und nach England geschickt, um daselbst diebischöflichen Wethen zu holen, die, wie man der Ansicht ist, nurdem Einem von dem Andern ertheilt werde» können, indem man ans die-sem Wege hoffte, jene Einheit der Kirchen zu erhalten, die einemVolke von dem gleichen Stamme ziemlich war. Hier gab es jedoch uner-wartete Hindernisse wegen der Beeidigungen, mit denen Englands Po-litik ihr Grundprineip festhalten wollte, und so verging viele Zeit,ehe sich die englischen Prälaten in ihrem gewissenhaften Pflichtgefühl