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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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oder zwei Tage werden in der großen Zeitrechnung der Ewigkeitnicht viel Unterschied machen. Gott segne dich," fuhr der rauheWaidmann fort, indem er sein Haupt zur Seite neigte, dann so-gleich wieder hob, den Jüngling scharf in's Auge fassend,ichhabe dich und deinen Vater geliebt, Uncas, obgleich unser Hautnicht von einer Farbe nnd unsere Gaben etwas verschieden sind.Sag' dem Sagamoren, ich hätte ihn auch im größten Gedrängenie aus dem Auge verloren; nnd du, gedenke zuweilen meiner,wenn du auf einer glücklichen Fährte bist, und verlass' dich darauf,Junge, ob es nun einen oder zwei Himmel gibt, ein Pfad in derandern Welt muß seyn, aus dem ehrliche Männer wieder zusammenkommen. Du wirst die Büchse an der Stelle finden, wo wir sieversteckten; nimm fie und behalte sie zum Gedächtniß: und höre.Junge, da deine Farbe dir die Rache nicht verbietet, so laß sieein wenig frei gegen die Mingo's gewähren. Es wird den Schmerzüber meinen Verlust erleichtern nnd dein Gemüth besänftigen.Hnrone, ich nehme dein Anerbieten an. Lass' das Mädchen los.Ich Lin dein Gefangener."

Ein unterdrücktes, aber immer deutliches Murmeln des Bei-falls lief durch die Menge hin über diesen cdelmüthigsn Entschluß;selbst die wildesten unter den Delawaren-Kriegern bezeigten ihreFreude über die Männlichkeit eines solchen Opfers. Magna zögerte,und ängstliche Erwartung begleitete seine Unentschlossenheit; dannwarf er seine Augen aus Cora, mit einein Ausdruck, in dem Wild-heit und Bewunderung seltsam gemischt war, und sein Entschlußwar für immer gefaßt. Mit einer Bewegung des Kopfes deuteteer sein Verschmähen des Anerbietens an, und sprach in festem,sicherem Tone:

Le Renard Subtil ist ein großer Häuptling, er hat nureinen Sinn. Komm," fügte er hinzu, indem er seine Hand ver-traulich auf die Schulter der Gefangenen legte, um sie vorwärtszu drängen,ein Hnrone ist kein Schwätzer; wir wollen gehen."

Der letzte Mohikan. 28