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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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vergiftet, um seinen Blutdurst zu stillen. Du, der du lange gelebtund die Nebel der Welt kennen gelernt hast, solltest das Elend derUnglücklichen zu mildern wissen!"

Die Augen des alten Mannes öffneten sich schwerfällig, undnoch einmal blickte er auf die versammelte Menge. Als die durch-dringenden Töne der Flehenden sein Ohr trafen, bewegten sie sichlangsam nach Cora und blieben endlich fest auf ihr ruhen. Aufdie Kniec geworfen nnd mit ineinandergeschlnngencn, auf die Brustgedrückten Händen, war sie ein schönes, athmendes Musterbild ihresGeschlechts, während sie mit einer Art heiliger Ehrfurcht auf dasverwelkte, aber majestätische Antlitz des Greises blickte. Allmähligveränderte sich der Ausdruck von Tamcnund's Zügen und ihre Leeregirr^ in Bewunderung über; ein Theil jenes Geistes flog wiederüber sie, dessen jugendliches Feuer ein Jahrhundert früher so oftin die Adern der Delawarenstämme überstimmte. Ohne Hülfe, undwie es schien, ohne Anstrengung sich erhebend, fragte er mit einerStimme, deren Festigkeit seine Zuhörer in Erstaunen setzte:

Wer bist du?"

Ein Weib von einem verhaßten Geschlechts, wenn duwillst eine Uengee, aber ein Wesen, das dir nie Etwas zu Leidegethan hat nnd deinem Volk Nichts zu Leide thnn kann, wenn csauch wollte, ein Wesen, das dich um Beistand anfleht."

Sagt mir, meine ^Kinder," fuhr der Patriarch mit heisererStimme fort, seiner Umgebung winkend, obgleich seine Augen immernoch auf der knienden Cora verweilten:wo haben sich die Dela-waren gelagert?"

Ans den Bergen der Irokesen, jenseits.der klaren Quellendes Horican."

Mancher sengende Sommer ist gekommen nnd gegangen,"fuhr der Weise fort;seit ich von den Wassern meines eigenenFlusses getrunken habe. Die Kinder des Mignon^ sind die gerechtesten

* William Penn hieß bei den Delaware» Miqnon; und da er sich nieDer letzte Mohikan. 27