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Der Kundschafter sah zurück, seinen eigenen Einfall belachend,wahrend er unter beständigem Nachahmen der linkischen Bewegun-gen eines Bären die Scheidewand hinaufkletlerte. Sobald er denGipfel erreicht hatte, winkte er Heyward zu schweigen und glitt soschnell als thunlich wieder herab.
„Sie ist hier!" flüsterte er; „und durch diese Thüre könntIhr zu ihr kommen. Gern hätt' ich ein Wort des Trostes zu dembetrübten Kinde gesprochen; aber der Anblick eines solchen Unge-heuers hätte ihren Verstand gefährdet. UebrigcnS — Major, Ihrseyd in eurer Malerei eben auch nicht der Einladendste."
Duncan, der bereits hastig vorgeeilt war, zog sich bei diesereutmuthigenden Rede alsbald wieder zurück. „Seh' ich denn wirk-lich so abstoßend ans?" fragte er ärgerlich.
„Ihr würdet damit keinen Wolf schrecken, noch ein Regimentder königlichen Amerikaner vom Angriffe abhaltcn, aber ich weißeine Zeit, wo Ihr besser in die Augen fielet. Solche gestreifte Ge-sichter stehen den Squaws wohl an, aber Mädchen von weißemBlute ziehen ihre eigene Farbe vor."
„Seht," fügte er hinzu, auf eine Stelle weisend, wo das Was-ser aus einem Felsen rieselte, ein kleines Krystallbecken bildend, ehees einen Ausfluß durch die nahen Felsenspalten fand; „da werdetIhr leicht des Sagamorcn Tünche los, und wenn Ihr znrückkommt,will ich meine Kunst zu einem neuen Schmuck versuchen. Es istso gewöhnlich bei einem Beschwörer, daß er die Malerei wechseltals wenn ein Windbeutel in den Kolonien seinen Putz ändert."
Der besonnene Waidmann konnte nicht viel Argumente suchen,um seinem Rathe Nachdruck zu geben. Er hatte noch nicht aus-gesprochen, als Duncan sich bereits das Wasser zu Nutze machte.In einem Augenblick war jeder schreckhaste oder zurückstoßende Zugverwischt, und der junge Mann erschien wieder in der Gesichts-bildung, mit welcher ihn die Natur begabt hatte. So zu demBesuche bei seiner Geliebten vorbereitet, nahm er hastig AbschiedDer letzte Mohikan. 23