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Seine Stimme zur höchsten Höhe erhebend, begann er einenso mächtigen Gesang, daß er selbst in dem Getümmel des blu-tigen Schlachtfeldes hörbar wurde. Einige Wilde stürzten ebenheran, um die unbeschützten Schwestern ihres Schmucks zu berau-ben, und ihnen die Skalpe abzuziehen, als sie aber diese seltsameund unbewegliche Gestalt fest an ihre Stelle gefesselt erblickten,blieben sie horchend stehen. Ihr Staunen ging bald in Bewunde-rung über, und offen ihren Beifall über die Standhaftigkeit aus-drückend, womit der weiße Krieger sein Todtenlied sang, wandtensie sich ab, um andere, weniger muthige Schlachtopser zu suchen.Erhoben und zugleich getäuscht durch diesen ersten Erfolg verdop-pelte David seine Anstrengung, um die Kraft dieses, wie er glaubte,heiligen Einflusses zu erhöhen. Diese ungewohnten Laute drangenin das Ohr eines entfernten Wilden, welcher wüthend von Gruppezn Gruppe eilte, gleich einem, der, den gemeinen Haufen anzurüh-ren verschmähend, nach einem Opfer jagte, würdiger seines Rufes.ES war Magua, der einen Freudenschrei ausstieß, als er seinealten Gefangenen wieder in seiner Gewalt erblickte.
„Komm!" rief er, seine befleckte Hand auf Coras Kleid legend,„der Wigwam des Huronen ist noch leer. Ist er nicht besser alsdieser Ort?"
„Hinweg!" rief Cora, ihre Augen vor seinem empörenden An-blick verhüllend.
Der Indianer lachte höhnisch und antwortete, seine rauchendeHand emporhaltend: „sie ist roth, aber das Blut kommt von weißenAdern!"
„Ungeheuer! Blut, Ströme von Blut lasten auf deiner Seele:— dein Geist hat diese Scene herbeigeführt!"
„Magua ist ein großer Häuptling!" erwiedertc der froh-lockende Wilde; — „will das schwarze Haar zu seinem Stammegehen?"