126
Sicherheit und fast in der geraden Richtung des VogclffugS.Nie schien er unschlüßig zu sehn, der Weg mochte kaum erkenn-bar werden, ganz verschwinden oder gebahnt und offen vor ihmliegen. Nichts hemmte seine Eile oder machte ihn zweifelhaft. Esschien, als ob Ermüdung ihm völlig unbekannt wäre. So oft sichdie Angen der ermatteten Wanderer von dem gefallenen Laube, überdas sie schritten, erhoben, schwebte seine dunkle Gestalt durch die vor-deren Baumstämme hin, sein Auge blieb unbeweglich vorwärts ge-richtet, während die leichte Feder auf seinem Schopfe in einemLuftzüge flatterte, der allein durch seine schnelle Bewegung hervor-gebracht wurde.
Aber alle diese Sorgfalt und Eile galt einem bestimmten Ziele.Nachdem sie durch ein tiefes Thal gekommen waren, durch welchesein rauschender Bach in Krümmungen dahinfloß, stieg er plötzlicheinen Hügel hinan, der so steil und unwegsam war, daß die Schwe-stern, um zu folgen, absteigen mußten. Als sie den Gipfel erreicht,befanden sie sich ans einer Fläche, auf der nur wenige Bäume stan-den. Unter einem derselben hatte sich Magua's dunkle Gestalt nic-geworfcn, als wollte er jene Ruhe suchen, deren Alle so sehr be-dürftig waren.
Eilftes Kapitel.
— Verfluchet sev mein Staun»,Wofern ich ihm verzeihe. —Shylock.
Der Indianer hatte für seinen Zweck einen jener steilen, pyra-midenförmigen Hügel ausersehen, welche eine große Ähnlichkeit mitkünstlichen Ervanfwürfen haben und in den Thälern Amerikas sohäufig gesunden werden. Der fragliche Hügel war hoch und ab-schüssig, sein Gipfel, wie gewöhnlich, abgeplattet, eine Seite davon