Druckschrift 
1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
122
Einzelbild herunterladen
 

Geschenke mit der Gabe enden wollte, die für einen Indianer dasZiel der höchsten Wünsche bilden mochte.

Er will das Fcuerwaffer^ non den Inseln des Salzsees vorMagua's Wigwam schneller fließen lassen, als der brausende Hudsonströmt, bis das Herz des Indianers leichter wird, als die Feder einesKolibri, und sein Athem süßer, als der Geruch des wilden Geisblattes."

Le Nenard hatte Hepwards schlauer Rede mit tiefem Still-schweigen zugchört. Als der junge Mann von dem Kunstgriffesprach, womit der Indianer seine eigene Nation hintcrgangen habensollte, nahm die Miene des Zuhörers den Ausdruck vorsichtigenErnstes an. Bei der Anspielung ans das Unrecht, das, wie Dnneansich den Schein gab anzunehmen, den Huronen ans seinem heimat-lichen Stamme vertrieben hatte, leuchtete aus des Andern Augeein Strahl so unbezähmbarer Wildheit, daß der verwegene Sprecherglaubte, die rechte Saite angeschlagen zu haben. Wie er aber aufdie Stelle kam, wo er den Durst nach Rache durch das Motiv derGewinnsucht so listig zu verdrängen suchte, ward ihm die gespanntesteAufmerksamkeit zu Theil. Le Renard hatte seine Frage ruhig undmit aller Würde eines Indianers gestellt. Nus der nachdenklichenMiene des Zuhörers war ersichtlich, daß die Gegenrede auf dasschlaueste angelegt war. Der Hurone besann sich einige Augen-blicke, legte dann seine Hand auf den rohen Verband seiner ver-wundeten Schulter und fragte mit einigem Nachdruck:

Machen Freunde solche Zeichen?<'

Würde In lonzzme Oarabine einen Feind so leicht abfertigen?"

Kriechen die Delawarcn gegen diejenigen, welche sie lieben,gleich Schlangen daher, und winden sich, um sie zu stechen?"

Würde Io xro« Sorpent sich von Ohren hören lassen, vondenen er wünschte, daß sie taub wären?"

Schießt der weiße Häuptling sein Pulver seinen Brüdern in'SGesicht?"

" Kranmwcm.