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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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beinahe athemlose Stille. Die frische Morgenluft war in ihrenVersteck gedrungen und ihr stärkender Einfluß ward allmählich oonseinen Bewohnern empfunden. Da eine Minute nach der andernverging und sie in ungestörter Sicherheit ließ, begann das wohl-thuende Gefühl der Hoffnung nach und nach wieder in ihrem Ge-müthe Raum zu gewinnen, obgleich Jedes sich scheute, Erwartungenanszusprechen, welche der nächste Augenblick grausam zerstören konnte.

David allein machte eine Ausnahme bei diesem Wechsel vonStimmungen. Ein schwacher Lichtstrahl fiel durch die Oeffnung aufsein bleiches Gesicht und die Seiten des kleinen Buchs, dessen Blätterer übcrschlug, als ob er einen für ihre Lage paffenden Gesang findenwollte. Wahrscheinlich hatte ihn diese ganze Zeit eine verworrene Er-innerung an den ihm von Duncan zugcsagten Trost geleitet. Endlichschien es, als ob sein geduldiges Forschen belohnt werden sollte: dennohne Erklärung oder Einleitung sprach er laut die Worte:InselWight," zog dann einen langen, sanften Ton aus seiner Pfeife unddurchging einige Läufe der Weise, die er eben genannt hatte, mitden süßeren Tönen seiner eigenen klangrcichen Stimme.Ist keineGefahr hierbei?" fragte Cora, ihr schwarzes Auge auf Major Hey-ward heftend.

Armer Schelm! Seine Stimme ist zu schwach, um unter demRauschen der Wasserfälle gehört zu werden," war die Antwort.Außerdem schützt ihn auch die Höhle. Lassen Sie ihm sein Lieb-lingSgeschäft, da cr's ohne Gefahr thnn kann."

Insel Wight!" wiederholte David, indem er mit jener Würdeum sich blickte, womit er die flüsternden Echo's in seiner Schule zumSchweigen zu bringen gewohnt war;'s ist eine schöne Melodieund ein feierlicher Tert. Singen wir's mit gebührender Andacht!"

Nachdem er eine Weile geschwiegen, um die Wirksamkeit seinerVorschrift zu erhöhen, ließ sich die Stimme des Sängers erstin leisen, murmelnden Tönen vernehmen, dem Ohre allmählich kundwerdend, bis sie endlich das enge Gewölbe mit Klängen füllte, die durch