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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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III. Recensionen.

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Wir lagen, gleich den Blumenstengeln

Wenn sie der Nordost niederbeugt;

Du hebst uns auf, und hörst dein Lob von allenEngeln

Wenn unsre stumme Freude schweigt.

Welch' eine süße Trunkenheit der Freude! Hie-nieden wird der Friede ausgerufcn; aber aus demMunde der Menschen hört ihn die Dichterin nicht.Auf den Schwingen des Seraphs hebt sic sich überSonnen und Sterne empor, und vernimmt denAusruf Friede! Friede! aus dem Saitenspiel derSeligen, ja aus dem Munde Gottes selbst. EinBlick auf die Erde hicniedcn endet das Lied in dererhabensten Andacht stummer Freude. Und dies istnicht der einzige Gesang von so glücklicher Inspi-ration, von einer Einhauchung, die ihr see-lenvolles Bild gleichsam mit einem einzigen Zugezeichnet. In dieser Begeisterung gelingen der Sän-gerin die kühnsten Wortcompositioncn, mit denen sieoft Pfeile schießt, wie Pindar.

Zu wünschen ists, daß eine zweite NachleseKarschischcr Gedichte erscheine, (aus dieser hattenviele, viele Gedichte wcgbleiben mögen) die unsnoch manche, in beiden Sammlungen *) nicht be-findliche b e s se r e Gesänge aufbewahre. ZnGleims,

Im Jahr >.772 ist eine Sammlung KarschischcrGedichte, Mietau und Leipzig heraußgekommen;ich besitze sie nicht, und weiß nicht ob sie in die-ser Nachlese wiederholt oder genützt sey.