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II. Andenken an einige
Je zwo und zwo geschloffen fein:
Ihr Gesichl, Habit und ganze Art,
Zeigt wohl, daß es nichts Menschlichs ward:Ihr' Himmlisch Lieb' und Einigkeit,
Ihr' göttlich Freud' und Freundlichkeit,
Die gaben mir den schönen Bericht,
Wies scy, wo Goties Will geschicht.
Hierauf die Seel nach meinem SinnErhub mit Freud nochmal die Stimm,
Und sprach: ,,O Herr, ich bin zu g'ringDeiner Lieb' und dieser großen DingDoch thu, Herr, wie du hast gesagt,
Hier bin ich, dein' unwürdig' Magd."
Hiemit der ganz' jungfräulich ChorRings um sie her schwebet empor —
Hier, wo ich nun eben zu schreiben anfangen sollte,hier, wo der Mittelpunkt des Gedichts ist, daß alleTugenden und Uebungcn der Erde, alle Mühe undVerlaugnung dort ewigen Werth und Lohn finden,hier — breche ich ab. Die Zwölf Jungfrauen, dieerscheinen, sind Glaube, Hoffnung, An-dacht, Liebe, Keuschheit, Gehorsam,Freigebigkeit, Duldung, Einfalt, D e-muth, Mäßigkeit, Arbeit. Alle reden dieAnkommende aufs liebreichste an, loben sie, krönensie mit ewigem Lohne. Die ganze Erfindung ist inSpensers Geist, und ihre Worte sind zum TheilSprüche von ewigem Glanz und Werthe; welcherAusdruck aber müßte nicht diesem Gegenstände, dieserVorstellung selbst nachbleiben t Ich übergehe also ihreReden und der entzückte Seher fahrt fort: