altere deutsche Dichter.
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oder an Muße und Geduld gesehlct. Ich gebe Ihnenalso nichts als Stückwerk, sofern ich darauf traf,oder sofern es auf mich Eindruck machte; und em-pfehle Ihnen dabei nebst manchen Verzeichnissen undEntwürfen zur Geschichte deutscher Dichter, die Ihnenbekannt sind, ein unlängst angefangencs Magazindieser Gattung, dem ich einen guten Fortgang wün-sche. *) Zween Männer wollen hier ausführcn,was so viele deutsche Gesellschaften nicht ausgeführthaben; das Glück hat ihnen geschickte Mitarbeiterzugcfühct, deren ich ihnen noch mehrere wünsche.Ich werde mich also durchhin sowobl auf diese Schrift,als auf altere Sammlungen beziehen, und Ihnengleichsam nur Winke meiner Erinnerung geben; einMchrercs verlangen Sie auch nicht.
Daß unsre alten Barden untergegangen sind,ist bekannt; ebne Spur sind sie hinweg. Dürfenwir indcß aus den ältesten Versuchen, die deutscheSprache vers- oder reimbar zu machen, (die unsaus der christlichen Zeitrechnung übrig sind,) aufdas, was vor ihnen war, und ihnen doch hie undda, dann und wann zum Muster dienen mußte,schließen, so batte die Poesie unsrer Barden mitd.r Poesie der Skalden Aehnlichkcit, wenigstens imTon und Gange der kurzen Verse, die Ltsricd und
*) Bragur, ein literarisches Magazin der deut-schen und nordischen Vorzeit. Heraris^egeben vonBöckh und Gräter. Bisher 2 Bände, Leipz.lZr. 92.
HerdersW.Lit.u.Kunst. Xlll.