Patt eilte auf sie zu, schlang den Arm um ihren Leib, zog sieins Zimmer herein und schloß hinter ihr die Thüre — alles ineiner Aufsehen erregenden Weise; und dies lag auch in der Absichtder jungen Dame, da sie Aufmerksamkeit zu wecken wünschte.Wir Alle lächelten, mit Ausnahme Mary's, die halb erfreut, halbfurchtsam zu seyn schien.
„Es ist wirklich eine Familienpartie," rief Patt, ihre künftigeSchwägerin küssend; „und Niemand sonst soll zugelassen werden,wenn nicht etwa der gute Mr. Warren kommt, um seinen Platzanzusprechen. Onkel No hat uns Alles gesagt, und wir sind voll-kommen unterrichtet."
Mary verbarg ihr Antlitz an Patts Busen, aber bald zog siemeine theure Großmutter zurück, um sie zu küssen. Die Reihekam sodann an meinen Onkel, und nach diesem an Patt. Hieraufverließen alle Anwesenden, mit Ausnahme Mary's und mir, dasZimmer, und — ja — dann kam auch an mich die Reihe.
Wir sind noch nicht verhcirathet, aber der Tag der Trauungist bereits anberaumt. Ein Gleiches muß ich von den beidenMündeln berichten, und sogar Patt errathet und meine Großmutterlächelt gelegentlich, wenn die Namen von Gentlemen, die gegen-wärtig in Egypten reisen, zur Sprache kommen. Die letzten Briefedes jungen Beekmann datiren sich, wie mir mitgetheilt wurde, ausjener Weltgegend. Die drei Trauungen sollen in der St. Andrews-kirche stattfinden, und Mr. Warren wird die Feierlichkeit vollziehen.
Der Leser wird sich wundern, wenn ich ihm noch zwei That-sachen mittheile. Meine Verlobung mit der Tochter eines armenGeistlichen hat den Antirentcrs, die doch sonst so laut über Aristo-kratie schreien, zu viel Klatscherei und Lästerung Anlaß gegeben.Man wendet dagegen ein, daß die Partie nicht gleich sey! JeneGleichheit, welche eine Folge der gesellschaftlichen Stellung, derErziehung, der Lebens- und Denkweise — meinetwegen auch desVorurtheils ist, hat für solche Personen natürlich keinen Sinn.