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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Ob meine theure Großmutter geneigt war, den Gegenstandweiter zu verfolgen, kann ich nicht sagen, denn in demselben Augen-blicke bemerkten wir, daß die Rothhäute aus ihrem Quartier herauskamen und von der alten Farn, nach dem Rasen herüber aufzubrechenim Begriffe waren, um vor dem Antritt ihrer langen Reise nachden Prärien dem Fährtelosen ihren letzten Besuch zu machen. Alssie dies bemerkte, brach sie jedes weitere Gespräch ab, und meinOnkel führte Susquesus nach dem Baume, wo für die Gäste dieBänke aufgestellt waren. Ich selbst nahm meinen Sessel mit, umihn hinter der Bankreihe aufzupflanzen. Alle Anwesenden begleitetenuns, selbst die Dienstboten, welche in der gewöhnlichen Beschäfti-gung der Hauswirthschaft entbehrt werden konnten. Der Indianerund der Neger, jeder hatte seinen Sitz; auch waren für die Gliederder Familie Stühle beigeschafft worden, die wir zwar in der Nähe,aber doch so weit im Hintergrund aufstellen ließen, daß wir nichtaufdringlich erschienen.

Die Indianer der Prärien langten in ihrer gewohnten Marsch-ordnung an, in einer einzigen Zeile nemlich. Vielzunge gingvoraus; auf ihn kam Präriefeuer, Kiesclherz und Adlersflug, wäh-rend die klebrigen zwar ohne Namens-Distinction aber doch invollkommener Ordnung folgten. Zu unsrer großen Ueberraschungbrachten sie die beiden Gefangenen mit, welche sie mit dem Scharf-sinn der Wildniß in einer Weise gebunden hatten, daß ein Entkommenfast unmöglich war.

Es ist unnöthig, sich darüber zu verbreiten, wie die Fremd-linge sich benahmen, als sie die ihnen zugewiesenen Plätze auf deuBänken einnahmen, da ihr Verhalten dabei im Wesentlichen sichnicht von dem unterschied, das sie bei ihrem ersten Besuch beob-achteten. Ihre Haltung verrieth dasselbe Interesse, und ihre Neu-gierde oder Verehrung schien in Folge des Umstandes, daß sieeinen oder zwei Tage in der unmittelbaren Nähe des Gegenstandsderselben verweilt hatten, durchaus nicht nachgelassen zu haben.