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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
581
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I

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Es gibt eine Klaffe von Leuten unter uns/' sagte meinOnkel, nachdem männiglich dieses edle Anerbieten verlacht hatte,welche auch nicht die mindeste Vorstellung von Anstand zu be-sitzen scheint. Wie ist's möglich, oder was konnte den Wichtveranlassen, sich auch nur einen Augenblick einzubilden, ein Mäd-chen von Vermögen und Stellung werde ihn heirathen unddies noch obendrein fast ohne alle vorläufige Bekanntschaft! Ichwette darauf, Henrietta hat ihn ihr ganzes Leben über keine zehn-mal gesprochen."

Nicht fünfmal, Sir, und auch dann nur handelte sich's umdie gleichgültigsten Dinge von der Welt."

Und Ihr habt den Brief beantwortet, meine Liebe?" fragtemeine Großmutter.Eine Antwort durste nicht wohl vergessenwerden, obschon sie vielleicht im gegenwärtigen Falle passender vonEurem Vormund ausging."

Ich habe dieses Amt selbst auf mich genommen, Ma'am,weil ich für meine Betheiligung an der Sache nicht ausgelacht zuwerden wünschte. Ich dankte ablehnend für die Ehre, die mir Mr.Seneka Newcome mit seiner Hand zugedacht hatte."

Nun, wenn doch die Wahrheit heraus muß," fiel Patt trockenein,es sind kaum drei Wochen her, daß i ch das Gleiche that."

Und ich hatte erst vor acht Tagen eine ähnliche Verrichtungvorzunehmen," fügte Anne Marston mit gesetzter Miene bei.

Ich kann mir nicht denken, meinen Onkel je so seltsam auf-geregt gesehen zu haben; denn während Alles um ihn her herzlichlachte, war seine Miene ernst, wo nicht wild. Dann wandte ersich plötzlich an mich und sagte:

Wir müssen den Kerl an den Galgen bringen, Hugh; denn^ wenn er tausend Jahre lebte, würde er doch nie lernen, was der

Anstand fordert."

Ihr werdet Euch eines Besseren bedenken, Sir, und mehrBarmherzigkeit walte» lassen. Der Mann hat nur edel gewagt.