hat. Wenigstens konnte Neuengland keinen Anlaß dazu bieten,denn dort stehen die Rechte des Eigenthums und die Gesetze inhohen Ehren. Gleichwobl bin ich der Ansicht, daß wir der Denk-und Lebensweise derjenigen, welche aus diesen Gegenden zu unseingewandert sind, die hauptsächlichste Gefahr zuschreiben muffen."
„Das scheint etwas paradox zu seyn, Onkel Ro, und ich gestehe,es wäre mir lieb, wenn Ihr uns Eure Meinung besser auseinandersetztet."
„Ich will versuchen, es in möglichst kurzen Worten zu thu».Die eigentliche Gefahr geht von denen aus, welche Einfluß aufdie Gesetzgebung üben. Nun werdet ihr viele Hunderte unter unsfinden, welche wohl einsehen, wie wichtig die Heiligachtung contract-licher Verbindlichkeiten ist, — welche die Nachtheile des Antiren-tismus erkennen und seine ungestüme, gewaltthätige Aeußerungunterdrückt zu sehen wünschen; gleichwohl aber halten sie es nichtmit den Grundbesitzern, weil sie doch im Geheim eifersüchtig sindauf Vortheile, die ihnen selbst nicht zu gut kommen, und wärenes wohlzufrieden, wenn das Grundpachtsystem aufgehoben würde,sofern dies ohne einen allzuheftigen Znsammenprall mit der Ge-rechtigkeit geschehen könnte. Spricht man mit solchen Leuten, soergehen sie sich in Gemeinplätzen und drücken ihre nichtsbesagendeAnsicht dahin aus, es wäre gut, wenn jeder Landbebauer nichtPächter, sondern Eigenthümer des von ihm bewirthschafteten Bodenswäre, denn jedenfalls sey das Rentenzahlen eine große Be schwer -niß, und dergleichen mehr. Mit weit edlerem Sinne äußerte derSage nach Heinrich der Vierte den Wunsch, jeder seiner Unter-thanen möchte „nne poulo an pot" haben; aber mit dem Wunschewar nichts ausgerichtet, da er die Töpfe nicht mit Hühnern füllte.Ebenso verhält stchs mit dem eiteln Wunsche, daß jeder amerikani-sche Laudwirth Freisasse seyn sollte. Wir alle wissen, daß ein solcherZustand der Gesellschaft nie cristirt hat und wahrscheinlich auch nieeristiren wird; man stellt deshalb nur ein philanthropisch seyn-