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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
564
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zum Morgen mich eines gesunden Schlafes erfreute. Onkel Rotheilte meine philosophische Stimmung, und wir ermuthigten unsgegenseitig darin durch ein kurzes Gespräch, das, ehe wir uns zurRuhe begaben, in seinem Zimmer stattfand.

Ich bin ganz deiner Ansicht, Hugh," sagte mein Onkel inErwiederung auf eine meiner Bemerkungen;es führt zu nichts,wenn wir uns über Mißstände abhärmen wollten, deren Beseitigungnicht in unsrer Macht liegt. Werden wir niedergebrannt undunseres Eigenthums beraubt, nun so seys drum, in Gvttesnameuich habe ein hübsches Capital in Europa angelegt, und wenn dasSchlimmste zum Schlimmen kömmt, so können wir Alle davon leben,obschon es dann ein wenig knapp hergehen wird."

Es ist sehr auffallend, aus dem Munde eines Amerika-ners zu hören, daß er in der alten Welt seine letzte Zufluchtsuchen wolle."

Es wird oft genug vorkommen, wenn's in so lustiger Weisefortgeht, wie seit den letzten zehn Jahren. Bisher haben die Rei-chen von Europa aus die Zeit der Noth ihre Sparpfennige fürAmerika aufbewahrt, aber wenn nicht bald ein großer Wechsel ein-tritt, werden wir's ehestens erleben, daß die reichen Amerikaner dasKompliment aufs freundlichste Heimgeben. In vielen Beziehungensind wir weit übler daran, als wenn wir uns in einem Zustand derNatur befänden; denn uns find die Hände durch die Verantwort-lichkeit gebunden, die an unserer Stellung und an unsern Mittelnhaftet, während unsere Gegner bloß dem Namen nach unter einemZügel stehen. Die Magistratspersonen machen sie aus Leuten, welcheganz in ihrem Interesse stehen, und ebenso wählen ste auch dieSherifs, welche für die Vollstreckung der Gesetze zu sorgen.haben.Der Theorie nach ist das Volk tugendhaft genug, um alle diesePflichten gut zu erfüllen; aber leider ist keine Klausel für den Fallvorhanden, in welchem das Volk zufälliger Weise en müsse aufIrrwege geräth."