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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
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»Ich weiche nicht von meiner lieben Großmutter," entgcgnetePatt, »und eben so wenig wäre es freundlich von uns, MaryWarren an einem solchen Platze zurückzulassen."

»Ich muß jedenfalls bei meinem Vater bleiben," versetzteMary mit ruhiger Festigkeit.Seine Pflicht fordert es, daß erbei seinen Pfarrkindern aushalte, und jetzt sogar mehr, als zu jederanderen Zeit, da so viele von ihnen irre geleitet sind. Was abermich betrifft, so verlangt es Pflicht sowohl als Liebe, bei ihm zu bleiben."

War dies Comödicnspiel und Heuchelei, oder war es ächte Na-tur, reine kindliche Liebe und Anhänglichkeit? Ohne alle Frage dasLetztere, und hätte nicht schon der einfache Ton, der Ernst unddie fast erschrockene Hast, womit das theure Mädchen sprach, Zeug-niß dafür abgelegt, so brauchte man nur ihr heiteres, argloses Augeanzusehen, um sich aller Zweifel zu überheben. Meine Großmutterlächelte der lieblichen Sprecherin in ihrer freundlichsten Weise zu,ergriff ihre Hand und sagte mit Innigkeit:

Mary und ich, wir beide bleiben bei einander. Ihr Vaterschwebt in keiner Gefahr, denn sogar die Antirenter müssen einenDiener des Evangeliums achten und können zu der Einsicht gebrachtwerden, daß es seine Pflicht ist, ihre Sünden zu rügen. Was je-doch die übrigen Mädchen betrifft, so ist es eine ernste Obliegenheitfür uns, wenigstens den Mündeln deines Onkels nicht zu gestatten,daß sie sich. fernerhin Gefahren aussetzen, wie die waren, welchewir in letzter Nacht erleben mußten."

Die beiden jungen Damen thaten jedoch in der zierlichstenWeise von der Welt ihren Entschluß kund, daß sie dieGroßmama,"wie sie die Mutter ihres Vormunds nannren, nicht verlassen wür-den, und während noch davon die Rede war, trat Onkel Ro, dereben von der Küche herkam, ins Zimmer.

Dies ist eine saubere Geschichte!" rief der alte Junggeselle,sobald er in unserer Mitte erschienen war.In dem Herzen derweisesten und besten Gemeinschaft, welche es je auf Erden gegeben,