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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Ich fürchte mich, Euch bei den Elenden hier allein zu lassen,Mr. Littlepage," flüsterte Mary leise.

Eine dringende Bitte von meiner Seite bewog sie jedoch, zuwillfahren, nnd sobald das theure Mädchen einmal ihren Entschlußgefaßt hatte, eilte sie eigentlich im Fluge dahin. Wie es michdäuchte, war kaum eine Miunte verflossen, als ich sie schon demDolmetscher zurufen hörte. Die Nacht war so stille, daß der leiseTon dieses Rufs auch die Ohren der in ihrem höllischen Werke be-griffenen Mordbrenner erreichte, wenn sie nicht etwa bloß etwas gehörtzuhaben meinten. Genug, sie geriethen in Unruhe, sprachen mit-einander, schauten einen Moment nach dem brennenden Holzstoßhin und griffen nach ihren Waffen, welche in einer Ecke der Küchestanden. Sie schickten sich zum Aufbruch an.

Die Krisis war nahe. Vor ihrem Entweichen war die An-kunft eines Beistands unmöglich, und ich mußte entweder mit denbeiden Kerlen anbinden, oder sie entwischen lassen. Mein ersterGedanke war, den Vordermann niederzuschießen und den andernzu packen, ehe er Zeit gewänne, von seiner Waffe Gebrauch zumachen; aber ein glücklicher Gedanke hinderte mich an diesem ge-wagten Schritte. Die Mordbrenner waren im Rückzug begriffen,und es'kam mir ein Bedenken, ob es auch gesetzlich sey, einenflüchtigen Verbrecher zu todten. Meine Aussichten vor einemSchwurgericht gestalteten sich, wie ich glaubte, weit schlimmer, alsdie eines gewöhnlichen Taschendiebs oder Straßenräubers, denn ichhabe genug gehört oder gelesen, um die Ueberzeugung zu gewinnen,daß Tausende um mich her wohnten, welche sich mit der Meinungtrugen, der Umstand, daß ich der Eigenthümer von Farmen sey,welche Andere zu besitzen wünschten, sey hinreichend, um im mora-lischen Sinne auch die schlimmsten gegen mich geübten Schritte zuentschuldigen.

Eine Majorität meiner Landsleute wird diese Vorstellung alserzwungen und unwahrscheinlich erklären; aber auch Majoritäten