Runde hatte sie vermittelst eines kleinen Fensters, das in die Durch-fahrt hinausging und einem Küchenfenster gegenüber lag, dasTreiben der nächtlichen Uebelthäter bemerkt. Unterwegs erzähltemir das muthige Mädchen, sie sey, während ich vor dem Hausedraußen auf meinem Posten stand, ohne Unterlaß in den unterenGemächern des ganzen Gebäudes umhergegangen; da habe dennein Licht, das durch die vorerwähnten Fenster blinkte, ihre Auf-merksamkeit auf sich gezogen und sie in die Lage gesetzt, deutlichzwei Männer mit geschwärzten Gesichtern zu unterscheiden, die ineiner Ecke der Küche, wo die Flammen sich bald der Treppe undspäter den oberen Theilen, wie auch dem Holzwerk des Dachesmittheilen mußten, Feuer anzündeten. Zum Glück bestand in diesemganzen Theile des Hauses der Boden aus Backsteinen, und nur dieBedientcnstube, die sich jenseits des schmalen Treppenranms befand,machte hievou eine Ausnahme. Sobald Mary Warreu die Gefahrentdeckt hatte, eilte sie nach ihrem Gemach hinauf, um an ihremFenster das verabredete Signal zu geben, und kehrte dann nach derThüre zurück, um mich von dem Thatbestand zu unterrichten. Seitder Zeit aber, als sie zum erstenmal sich von der drohenden Gefahrunterrichtet hatte, waren bereits drei oder vier Minuten entschwun-den, so daß wir uns jetzt mit aller Hast nach dem Fenster in derDurchfahrt begaben.
Ein greller Lichtschimmer an dem gegenüberliegenden Fensterzeigte uns an, welche Fortschritte die Mordbrenner gemacht hatten.Ich bat Mary, sie solle bleiben, wo sie sey, ging durch die Thüreund stieg nach dem Pflaster des Durchlasses hinunter. Das kleineFenster unter dem Bogen war zu hoch angebracht, als daß ich hättedurchsehen können; indeß war noch eine Reihe niedriger Fensterchenvorhanden, die in den Hof hinaus ginge». Ich begab mich hurtignach einem derselben hin und konnte nun deutlich wahrnehmen, wasdrinnen vorfiel.
„Da sind sie!" flüsterte Mary, die, ohne auf meine Bitte Rück-