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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Dolmetschers lag so viel Wahrheit, daß dagegen nichts zu erwie-dern war; denn wenn man auch den Schwierigkeiten des Falls undden unerwarteten Umständen Einiges zu gut hielt, so konnte dochkein unparteiischer Mann in Abrede ziehen, daß es nicht so weithätte kommen können, wofern mit den Gesetzen nicht ein schnödesSpiel getrieben worden wäre. Wie Bielznnge also behauptete,hatten wir weder den Schutz des Gesetzes, noch durften wir unsdurch unsere Büchsen selbst schirmen. In der That, man solltedurch's ganze Land an allen Straßen und öffentlichen Plätzenmit ehernen Buchstaben die Warnung ausstellen: ein Zustandder Gesellschaft, der jenen Schutz verspricht, welcherder Civilisation gebührt, und nicht Wort hätt, machtdie Lage des ehrlichen Theils der Bevölkerung nurum so schlimmer, indem er sie der Schirmungsmittelberaubt, welche die Natur selbst an die Hand gibt,ohne daß er dafür einen Ersatz gewährt.

Der Dolmetscher und ich saßen wohl eine Stunde unter demBaume, und wir unterhielten uns in gedämpften Lauten über allerlei,was uns eben gerade zu Sinn kam. In den Ansichten meinesGefährten lag viel ächte Prärie-Philosophie, was ungefähr so vielheißen will, wie wenn ich sagte, sie waren ein Gemisch vonklarem natürlichem Rechtssinn und eingcsteischten Lokalvorurtheilen. Das letzte, was er gegen mich äußerte, war sv bezeichnend,daß ich es Wohl hier aufführen muß.

Ich will Euch sagen, wie es ist, Obrist," sagte er;Rechtist Recht und Unsinn ist Unsinn. Wenn wir nur jetzt einen vondiesen verkappten Schurken erwischen könnten, wie er eben EuerHaus oder Eure Scheune anzünden will, man könnte da mit derGerechtigkeit leicht zu Stande kommen und die Sache auf demPlatz in's Reine bringen. Dürft' ich meinem Sinn folgen, soknebelte ich den Kerl an Händen und Füßen und schmißc ihn in's