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gehört, und dies mochte wohl der Grund gewesen seyn, daß sie aufdie Begegnung gefaßt war.
„Ihr habt sie auch gesehen, Mr. Littlepage — nicht wahr?"redete mich Mary in gedämpftem Tone an. „Was kann sie mög-licherweise zu so später Stunde hieherführen?"
„Ihr wißt also, wer die Person ist, Miß Warren?" entgeg-nete ich, und ein unbeschreibliches Wonnegefühl folgte meiner Ueber-raschung, als ich mir vergegenwärtigte, das holde Mädchen, wel-ches noch ebenso angekleidet war, wie eine Stunde vorher, als esdas Besuchszimmer verließ, müsse, wie ich selbst, Mondscheinbe-trachtungen angestellt haben — eine Art Romantik, die wenigstensauf eine Aehnlichkeit, auf Geschmack, wo nicht auf eine geheimeSympathie zwischen uns hindeutete."
„Allerdings," erwiederte Mary in festem Tone. „Ich glaube,in dieser Person kann ich mich nicht leicht täuschen. Es ist Op-portunity Newcome."
Meine Hand faßte den Schlüssel, und ich drehte ihn im Schlosseum. Der noch vorhandene Riegel war gleichfalls bald zurückge-schoben, und wir öffneten die Thüre. Richtig sahen wir auch dieerwähnte Person nur zehen Fuß von der Treppe entfernt, die sieohne Zweifel heranzusteigen gedachte. Sie zeigte große Ueber-raschung, als sie bemerkte, wer ihre Pförtner waren, eilte aberins Haus und blickte ängstlich zurück, als fürchte sie sich vor Ver-folgung oder Beobachtung. Ich ging nach dem Bibliothekzimmervoraus, zündete die Lampe an und wandte mich dann an meineLeiden stummen Begleiterinnen, um mir über diesen befremdlichenBesuch Aufklärung zu erbitten.
Opportunity war ein Frauenzimmer von etwa sechs und zwan-zig Jahren und nicht ohne große persönliche Reize. Der scharfeRitt und die kürzlich- Aufregung hatten das Roth ihrer Wangenerhöht, so daß sie ungewöhnlich lieblich aussah. Gleichwohl warOpportunity keine Person, die in mir eine Liebesflamme hervor-