Zwanzigstes Kapitel.
Zweihundert lange, lange Jahre!
Wie viel von Menschenstolz und Macht,Wie viele Hoffnungen und SorgenUmfängt nun euer düstrer Schacht!
Pierpont.
Es fehlte noch etwa eine Stunde bis zu Sonnenuntergang,als wir Alle das neue Quartier unsrer rothen Brüder verließen,um die Hütte zu besuchen. Als wir näher kamen, ließen sich unterden Indianern Merkzeichen des gespanntesten Interesses, mit denender Ehrfurcht vermengt, unterscheiden. Mehrere von den Häupt-lingen hatten die Zwischenzeit benützt, um die wilden Linien, die sieschon früher auf ihre Gesichter gemalt hatten, wieder aufzufrischenund sich dadurch ein noch schauerlicheres Ansehen zu geben; nament-lich war Kieselherz gräßlich schön, und nur Präriefeuer hatte esverschmäht, zwischen seine natürliche Farbe und das Auge des Be-schauers einen Schleier zu legen.
Da der Lauf meiner Erzählung es jetzt nothwendig macht,Unterhaltungen zu berichten, die in einer mir unbekannten Sprachegeführt wurden, so muß ich hier ein für allemal bemerken, daß ichmir stets das Gesprochene, so gut es anging, durch Viclzunge über-setzen ließ, um es entweder gleich auf der Stelle oder unmittelbarnach meiner Ankunft im Nest niederschreiben zu können. DieseErklärung dürfte für diejenigen Leser der gegenwärtigen Schrift,