groß werde» kann, wenn es nicht aufhört, ein gewisses stereotypesModell nachzuahmen. Eines der größten Nebel dieser Nachahmungs-sucht entwickelt sich eben jetzt in dem sogenannten „Fortschritt" desLandes, der in nichts Anderem besteht, als in dem fortwährendenAngriffe auf Grundsätze, die so alt sind, wie die Eristenz des Men-schen, und als sociale Wahrheiten so zu sagen eine» ewigen Bestandhaben müssen, während man zu gleicher Zeit bei den höchsten Be-hörden, z. B. in dem Senat der Vereinigten Staaten, von An-sichten, die wir unseren Vorfahren verdanken, einräumt, sie seyenauf Thatsachen gegründet, welche nicht nur keinen Bestand unteruns haben, sondern im Gegentheil mit den vorhandenen in entschie-denen Widerspruch treten. Es ist freilich unendlich leichter, in dasGeschrei um Fortschritt miteinzustimmen, als eine Untersuchunganzustellen, ob der Fortschritt auch die rechte Richtung einschlage,oder ob er überhaupt ein Fortschritt sey. Doch lassen wir dergleichenwichtige Betrachtungen beruhen, um zu unbedeutenderen in demGang unserer Geschichte zurückzukehren.
Unter andere Bräuche, die wir leider, mit von England herübergenommen haben, gehört die Gewohnheit, daß die Männer bei Tischsitzen bleiben, nachdem die Frauen bereits aufgebrochen sind. So sehrich übrigens auch wünsche, daß diese in jeder Weise anstößige Sitte be-seitigt und der gebildetere, schönere Brauch eingeführt werden möchte,der in der übrigen Christenheit üblich ist, würde ich mich doch in dentiefsten Tiefen meiner Seele schämen, wenn ich finden müßte, — undleider kann ich nicht zweifeln, daß etwas der Art zu erwarten stünde —diese Gewohnheit sey auch von uns verlassen worden, weil man inErfahrung gebracht habe, sie sey schon vor zwölf Monaten in Eng-land aufgegeben worden. Mein Onkel hatte sich lange Zeit bemüht,in unserem Familienzirkel die Sitte einzuführen, daß die Dameneine Weile bei Tisch sitzen bleiben und nach Ablauf dieser Zeit mitden Männern die Tafel verlassen sollten; aber „es ist schwer, gegenden Stachel zu lecken." Allerdings sind Männer, welche darin Ge-