„Dies erklärt das Ganze," rief Tubbs mit triumphirenderMiene. „Ihr seht, sie haben einen König und deßhalb sind auchPächter da; wir aber haben keinen König und brauchen daher auchkeine Grundherren. In einem freien Lande sollte Jeder sein eigenerGrundherr seyn; dies ist mein Princip und dabei bleibe ich."
„Es liegt etwas Vernunft darin. Freund; ist dies nicht auchEure Ansicht?" fragte Holmes.
„Mag seyn, daß ich die Sache nicht ganz verstehe. Will derSchentleman vielleicht um deswillen in seinem Lande nichts von Grund-herrn, weil es in Ländern, welche Könige haben, Grundherrn gibt?"
„Ganz richtig; dies ist just der Grund davon nnd das wahrePrincip," antwortete Tubbs. „Könige und Freiheit können nichtneben einander feil haben, und eben so wenig können Grundherrenund Freiheit mit einander Hand in Hand gehen."
„Wenn aber das Gesetz des Landes den Grundherrn Bestandgibt? Ich höre, daß dies der Fall seyn soll."
„Ihr redet von dem Gesetz, wie es gegenwärtig ist; aber wirgedenken es ganz umzuändern. Wir haben jetzt so viele Stim-men, daß wir versichert seyn dürfen, bei einer allgemeinen Wahlbeide Parteien für uns zu haben. Ist dann der Gouverneur unddie Sicherheit auf unserer Seite, durch unsere Stimmen die ganzeWahl zu beherrschen, so können wir unsres Erfolgs ziemlich gewißseyn. In einem wahrhaft freien Lande braucht man nichts alsStimmen, und dann können's die Leute haben, wie sie's wünschen."
„Ihr wünscht also, in diesem Lande nichts zu haben, wasman in den Ländern trifft, welche durch Könige beherrscht werden?"
„Gewiß nicht. Wozn brauchen wir solche grundherrlichen Pfiffeund Kniffe, durch die der gleiche nur reicher und der Arme nurärmer wird?"
„Dann müßt Ihr das Gesetz der Natur ändern, denn wennIhr dies nicht thut, wird der Reiche fortwährend nach mehrReichthümern ringen und der Arme sich stets arm fühlen. Die