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dürfen, daß es für solche heutzutag weit leichter wird, ei» Glasabzulehnen, als es anzunehmen, und es spricht gewiß sehr zuGunsten einer Bevölkerung, wenn sogar der Kutscher eine Kehlen-anfenchtung ausschlägt. Gleichwohl kaun eine Nation den Rufeiner vollkommenen Nüchternheit verdienen und doch mit furchtbarerGeschwindigkeit in andere große Laster verfallen. Was den ersterenPunkt betrifft, so bin ich mit meinem Onkel einverstanden undglaube mit ihm, daß die Amerikaner weit weniger trinken, als diemeisten, wo nicht als alle europäischen Nationen. Die allgemeineAnficht, welche unserem Lande so lang das Gegentheil zur Last ge-legt hat, ist weiter nichts, als eine Wirkung der Sucht andererVölker, die Demokratie zu verrufen, vielleicht unterstützt von denUebertreibungen, die in allen veröffentlichten Sittlichkeitstabellenso gemeiniglich vorkommen.
Ich bemerkte, daß sogar von den Zusehens nur Wenige tran-ken, obschon sie jetzt srei in den Läden und Schenken umherzugehenbegannen. Seneka verließ mich, sobald er glaubte, er habe sichdurch sein Traktement meiner Verschwiegenheit versichert, und ichblieb in einer Ecke stehen, um zu sehen, wie sich die „Bewaffnetenund Verkleideten" benahmen. Namentlich zog ein Kerl meine Auf-merksamkeit auf sich, und sein Benehmen mag als Pröbchen vondem vieler seiner Kameraden gelten.
Ich hatte mich noch nicht lange umgesehen, als nur die That-sache auffiel, daß Orson Newcome, Seueka's Bruder und Associeaugenscheinlich so wenig als möglich mit den Zusehens zu schaffe»haben mochte; denn er wurde unruhig, sobald einer seinen Ladenbetrat, und schien sich zu freuen, wenn wieder einer fortging. An-fangs war ich geneigt zu glauben, Orson — auf welche Namenverfällt nicht eine große östliche Familie, ehe sie ihr Registerdurchgemacht hat! sie scheinen in der That ihre Bezeichnungenzu wählen, wie sic's mit so vielen anderen Dingen zu halten Pfle-gen, nämlich um zu beweisen, daß sie thun, was sie mögen — an-