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dergleichen kleine Widersprüche fallen selbst bei den sublimsten Freundender Gleichheit nicht selten vor.
Als Einleitung erinnerte Hall die Zuhörerschaft daran, daß siealle ihn kennten und wohl wüßten, daß er kein Grundbesitzer sey.Er sey ein Handwerker, der sich von seiner Tagcarbeit nähren müsse,wie die meisten aus ihrer Mitte, weßhalb stch's bei ihm nicht umein Interesse handle, das ihn von dem Gemeinwohl der Gesellschafttrennen könne. Dieser Eingang war eine kleine Huldigung, demVvrurtheil gegenüber, denn Vernunft ist Vernunft und Recht bleibtRecht, gleichviel, von welcher Seite her sie kommen.
„Auch ich bin ein Demokrat," fuhr er in seiner Rede fort,„aber ich verstehe unter Demokratie etwas ganz Anderes, als das-jenige, was der letzte Sprecher mit diesem Ausdruck bezeichnet.Ich muß diesem Gentleman unverhohlen erklären, daß ich kein De-mokrat bin, wenn er einer ist; und bin ich ein Demokrat, so ist erkeiner. Unter Demokratie verstehe ich eine Regierung, in welcherdie souveräne Gewalt dem Gesammtkürper der Nation zukömmt,nicht aber wenigen oder gar nur einer einzelnen Person. DieserGrundsatz ermächtigt übrigens die Masse des Volks eben so wenig zuungerechten Handlungen, als in einer Monarchie, in welcher diesouveräne Gewalt einem Einzigen übertragen ist, dieser Einzige dieBefugniß erhält, der Gerechtigkeit Hohn zu sprechen. Unter Gleich-heit verstehe ich gar nichts Anderes, als die Gleichheit vor demGesetz, und wenn das Gesetz erklärt hätte, nach dem Tode des se-ligen Malbone Littlcpage sollen seine Farmen nicht an seine nächstenVerwandten oder an seine Legatare, sondern an seine Nachbarnkommen, so hätte dem Gesetz Folge gegeben werden müssen, obschoneine derartige Verfügung zerstörend einwirken müßte auf die Civi-lisation, weil der Mensch kein Vermögen sammeln wird, wenn diesesnach seinem Tode der Gemeinde anheimfallen soll. Es muß etwasvorhanden seyn, was dem Menschen näher am Herzen liegt, wenn