328
Ueber die Ursache seiner Betrübniß wurde nicht weiter gespro-chen, und Mary hat mir sie erst später mitgetheilt. Als ihr Vatevin das Meetinghans ging, war es ihm nicht entfernt eingefallen,daß mit den Ceremonien eines solchen Tages eine Art Gottesdienstin Verbindung gebracht werden könnte. Die beiden Geistlichen aufdem Gerüst hatten ihm zuerst Unruhe eingeflößt und ein schmerz-licher Kampf ging in seinem Innern vor, denn er wußte nicht,sollte er gehen oder bleiben und dem Pvssenspicl mit anwohnen, inwelchem Gott mit Gebeten angerufen werden sollte und zwar von einerVersammlung, die sich eingefunden hatte, um eines der einfachstenseiner Gebote mit Füßen zu treten; denn ein Poffenspiel mußtees um so eher genannt werden, da verkappte Schurken das Ge-bäude umringt hatten, um in der Mummerei die Hauptpersonenzu spielen. Als Diener des Altars mußte er in ersterem Falle denSchein auf sich laden, daß er diejenigen verließ, welche sich imGebet vereinigen wollten, und zwar noch obendrein unter Umstän-den, welche ihm gedeutet werden konnten, als verwerfe er jedeGottesverehrung, die nicht mit seinen eigenen Ansichten von derWahrheit im Einklänge stehe — eine Deutung, die sich nothwendignah und fern verbreiten und gegen seine eigene Pfarrgenossen großeVorurtheile wecken mußte. Bei näherer Erwägung der Sache ge-wann er übrigens die Ueberzeugung, daß er, wenn er blieb, aneiner Art Gotteslästerung Theil nehme, weshalb er »»verweilt demImpulse seines Innern nachgab und den vorerwähnten entschiedenenSchritt that; er wollte draußen bleiben, bis das regelmäßigereGeschäft des Tages seinen Anfang genommen hätte.
Mr. Warreu hatte zuverläßig einem sehr edlen Antriebe Folgegegeben, indem er aus christlichem Gefühl und aus Ehrfurcht vorGott keinen Theil nehmen wollte an einem Unterfangen, welchesden Allmächtigen unter solchen Umständen mit Gebeten zu verhöh-nen gedachte; aber durch eben diesen Schritt verlor er vielen Ein- ,fluß und gewann dafür eine Menge von Feinden. Dasselbe Gefühl,