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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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merkte mein Onkel, als wir an der Rektorei vorbeikamen.Erwird doch nicht bei einer solchen Gelegenheit auch das Dorf be-suchen wollen?"

Wenn das Zeugniß, welches ihm Patt gibt, richtig ist, sofinde ich dies sehr wahrscheinlich," entgegnete ich.Sie sagt mir,er lasse sich's eifrig angelegen sey», den Geist der Habgier zu be-schwören, der im Lande immer weiter greift, und habe sogarzwar in allgemeinen Ausdrücken, aber doch mit Kühnheit gegendie Grundsätze gepredigt, welche bei Gelegenheit der Antirenten-frage aufgetaucht seyen. Wie ich hör-, strebt der Geistliche imDorf nach Popularität und hält's in seinen Predigen sowohl, alsin seinen Gebeten mit den Antirenters."

Es wurde jetzt nichts mehr gesprochen, sonder» wir fuhrenweiter und gelangten bald in einen breiten Streifen Gehölz, dermit dem jungfräulichen Urwald zusammenhing. Dieser Wald, derwohl tausend Acres Landes bedeckte, erstreckte sich von den Bergenherunter über unebenes und nicht sehr werthvolles Land, welchesvon der Art verschont geblieben war, damit es den Bedürfnissenspäterer Zeiten Rechnung trage. Es war daher im vollsten Sinnedes Worts mein Eigenthum, und so auffallend es auch scheinen mag,wurde unter den Anschuldigungsgründen gegen mich und meineVorfahren auch der vorgebracht, daß wir es abgelehnt hätten,diesen Strich zu verpachten. So wurden wir also einer-seits verlästert, weil wir unser Land in Pacht gegeben hatten, undandererseits machte man uns den Vorwurf, daß dies von uns nichtgeschehen sey. Die Sache ist übrigens erklärlich: man erwartetevon mir, wie von allen größeren Grundbesitzern, daß wir unserEigenthum so viel als möglich zum Besten anderer Leute benützensollten, sintemal diese andere Leute der Meinung find, fremde Habesey nur da, um ihnen Vortheil zu bringen.

Wir mußten etwa eine Viertelstunde durch den Wald fahren,bis wir wieder ins Freie gelangten, von wo aus wir noch eine