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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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schulischen Talent Vortheil zu ziehen, bis er irgendwo ei» besseresUnterkommen finden kann. Alles dies hat sie uns schon mitgetheilt,ehe wir mit Dir zusammentrafen, und Du brauchst nicht eitel zuwerden, Hugh, wenn ich beifüge, daß Dein vermeintliches Unglück,Dein gutes Flötenspiel und Dein anständiges Benehmen Dir dieFreundschaft eines der besten und edelsten Mädchen gewonnen haben,die mir je ein günstiges Geschick in den Weg führte. Zch sage.Dein anständiges Benehmen, den» vorderhand kann nicht vielauf Rechnung Deines guten Aussehens geschrieben werden."

Ich will doch nicht hoffen, daß ich in dieser VerkleidungWirklich abschreckend aussehe. Um meiner Schwester willen-"

Das herzliche Lachen meiner lieben alten Großmutter verdroßmich, und ich sagte nichts mehr, obschon ich glaube, daß ich übermeine eigene Thorheit ein wenig erröthetc. Auch Onkel No stimmtein ihre Heiterkeit ein; zugleich aber konnte ich sehen, daß er MarhWarrcn mit ihrem Vater wohlbehalten über alle Berge wünschte,sintemal ihm es lieber gewesen wäre, der letztere säße als Erzbischofvon Canterbury in England, als daß er durch seine Anwesenheitin Amerika einen seiner Lieblingsplane kreuzte. Ich muß gestehen,daß ich mich sehr ob der Schwäche schämte, die ich eben kund ge-geben hatte.

Du siehst so übel nicht aus, lieber Hugh," fuhr meine Groß-mutter fort,obschon ich glauben muß, Du würdest interessanterseyn, wenn Du Dein eigenes Lvckenhaar und nicht diese schlichtePerücke trügest. Gleichwohl kann man von Deinem Gesicht genugsehen, um es zu erkennen, wenn man einmal den Schlüssel dazuhat, und ich sagte Martha von Anfang an, ich sey betroffen gewesenüber einen gewissen Ausdruck der Augen und über ein Lächeln, dasmich an ihren Bruder erinnerte. Doch Mary und Martha harre»Deiner in dem Ankleidczimmer. Erstere ist eine warme Freundinvon der Musik, in der sie selbst auch große Geschicklichkeit besitzt;es ist daher kein Wunder, wenn sie durch Dein Flötenspiel hinge-