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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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da Du noch keine Gelegenheit hattest, Dir hierüber ein Urtheil zubilden/'

Ich gebe zu, daß meine Erfahrung sehr beschränkt ist. Gleich-wohl würde fie mir besser gefallen haben, wenn sie die Anspielungauf die .passende Person' unterlassen hätte, die eines Tags meinerSchwester eine Kette besorgen soll. Dieser Anfang hat nicht denbesten Eindruck auf mich gemacht."

Pah, pah, dies ist eitel knabenhafte Bedenklichkeit. Ich haltefie durchaus nicht für vorlaut oder naseweis, und Deine Deutungdürfte taill soll xen gemein seyn."

So versucht Ihr Euch mit einer Deutung, mon Onele. Je-denfalls hat mir die Bemerkung durchaus nicht zugesagt."

Es nimmt mich nicht Wunder, warum junge Männer unver-ehlicht bleiben, denn sie werden so gar übertrieben in ihren Lieb-habereien und Ansichten."

Ein Fremder hätte auf eine solche Rede dem alten Junggesel-len sein eigenes Beispiel entgegenhalten können; aber ich wußte zugut, daß Onkel Ro einmal verlobt gewesen war und den Gegen-stand seiner Neigung durch den Tod verloren hatte. Auch achteteich seine Beständigkeit und sein treues Gefühl zu sehr, um mir übereinen derartigen Gegenstand einen Scherz zu erlauben. Ich glaube,daß er die Zartheit meines Schweigens mehr als gewöhnlich zuwürdigen wußte, denn er legte unmittelbar darauf seine Geneigtheitan den Tag, die Sache auf die leichte Achsel zu nehmen und mirdies dadurch zu beweisen, daß er dem Gespräch eine andere Wen-dung gab.

Wir können heute Nacht nicht hier bleiben," sagte er;denndadurch wären mit einemmale unsere Namen verrathen odervielmehr unser Namen ein Namen, der sonst so geehrt und ge-liebt in dieser Gegend war, jetzt aber ein Gegenstand des Haffesgeworden ist."