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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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frieden war aber aus keinem andern Grund, als weil die Hoff-nung meiner Schwester getäuscht wurde.

Wenn Eure Großmutter nach der Stadt geht, wird sie Wohleine andere Kette für Euch auffinden, ob der Ihr diese vergessenkönnt/' flüsterte sie mit liebevoller Theilnahme meiner Schwesterin's Ohr.

Patt lächelte und küßte ihre Freundin mit einer Wärme, welchemich überzeugte, daß die beiden bezaubernden jungen Wesen sichgegenseitig innig liebten. Doch die Nengierde meiner theuren altenGroßmutter war geweckt worden, und sie fühlte jetzt ein Verlangen,sie zu befriedigen. Sie hielt noch immer die Kette in der Hand,und als sie dieselbe endlich mir, der ihr zufälligerweise am nächstenstand, zurückgab, sagte sie:

Es ist also auch Euer fester aufrichtiger Entschluß, Sir, dieseKette Niemand anders, als Eurer künftigen Gattin zu geben?"

Ja, Lady oder wie ich lieber sagen möchte, der Jung-frau, ehe sie mit mir an den Altar tritt."

Und ist Eure Wahl schon getroffen?" fügte sie bei, nachden Mädchen hinsehend, die in einer Gruppe beisammen standenund die übrigen Schmucksachen meines Onkels musterten.HabtIhr die Jungfrau bereits gefunden, welche eine so schöne Kette be-sitzen soll?"

Nein, nein;" antwortete ich, ihr Lächeln erwiedernd und gleich-falls nach den Mädchen hinblickcnd.Es gibt so viele schöne La-dies in Amerika, daß man nicht nöthig hat, sich zu übereilen. Inguter Zeit wird sich die schon finden, welche mir bestimmt ist."

Großmama," unterbrach uns jetzt Patt,da anders als untergewissen Bedingungen Niemand die Kette erwerben kann, so sindhier drei andere Gegenstände, die ich für Anne, Henrictta und michausgclesen habe ein Ring, ein paar Armspaugen und ein paarOhrringe. Zusammen werden sie zweihundert Dollars kostenhabt Ihr nichts gegen den Kauf einzuwenden?"