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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Für Niemand anders, als für Euch, meine Theure; die schöneUhr ist nm kein Härchen zu gut für meine schöne Mary."

Aber meine liebe, meine theure Mrs. Littlepage sie istviel zu schön für meine Stellung für meine Mittel."

Eine Lady kann recht wohl eine solche Uhr tragen, und Ihrseyd eine Lady in jeder Bedeutung des Wortes; um deswillenbraucht Ihr also keinen Anstand zu nehmen. Was aber die Mittelbetrifft, so werdet Ihr mich nicht mißverstehen, wenn ich Euch daranerinnere, daß sie mit meinen Mitteln erkauft ist und Euch daherkein Tadel treffen kann."

Aber wir sind so arm, und diese Uhr sieht so reich aus! Esscheint mir kaum recht zu seyn."

Ich achte Eure Gefühle und Gesinnungen, mein theuresMädchen, und weiß sie zu schätzen. Vermuthlich ist Euch übri-gens bekannt, daß ich einmal selbst so arm ja ich darf wohlsagen, viel ärmer war, als Ihr."

Ihr, Mrs. Littlepage? Nein, dies ist kaum möglich. Ichweiß, daß Ihr von einer sehr achtbaren und wohlhabenden Familieherstammt."

Und gleichwohl verhält sich's so, meine Liebe. Ich will nichteine so übermäßige Bescheidenheit erkünsteln und in Abrede ziehen,daß die Malbones zu den ersten Familien des Landes gehörten undnoch gehören; aber mein Bruder und ich, wir beide waren einmalin unseren Glücksverhältniffcn so weit heruntergekommen, daß erganz in der Nähe dieser Güter den Gevmetern bei Vermessung derWälder an die Hand gehen mußte. Wir hatten damals keine An-sprüche zu erheben, die besser gewesen wären, als die Emsigen, undin vielfacher Hinsicht waren wir weit dürftiger daran. Außerdemverdient die Tochter eines wohlerzogenen Geistlichen aus achtbarerFamilie, schon vom weltlichen Standpunkt aus betrachtet, eine ge-wisse Anerkennung. Ihr werdet mir doch die Liebe erweisen, meineGabe anzunehmen?"