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„O, wen» Ihr lange genug in dieser Gegend bleibt, werdetIhr Alles kriegen, was Ihr zn haben wünscht! Dies ist ein freiesLand nnd just ein Platz für den armen Mann — oder wirds we-nigstens werden, sobald wir alle vornehmen Herren und Aristokratenfortgejagt haben."
Dies war das erstemal, daß ich solchen politischen Galimathiasmit meinen eigenen Ohren zu hören bekam, obschon er, wie ichvon vielen Seiten her vernahm, von denjenigen, welche ihrem Neidund ihrer Habsucht einen volltönenden Anstrich zn geben wünschten,häustg genug in Anwendung gebracht wurde.
„Wie ist dies?" entgegnete mein Onkel mit der Miene derköstlichsten Einfalt. „Ich habe doch gehört, daß es in Amerikakeine Adelichen und Aristokraten gebe; ja, man könne das ganzeLand durchlaufen, ohne auch nur einen einzigen Grafen zu finden."
„O, es gibt allerlei Arten von Volk bei uns, so gut wieanderwärts," fiel Miller ein, indem er sich ruhig auf das Ende desSchleifsteintrvges setzte, nur eine Uhr zn öffnen und das Geheimnißdes Getriebs zu untersuchen. „Josh Brigham da nennt alle Leutein der Welt, die über ihm stehen, Aristokraten, obschon er nichtalle unter ihm zn seines Gleichen zählen mag."
Diese Rede gefiel mir, namentlich um der ruhigen Entschie-denheit willen, mit welcher sie der Sprecher vortrug. Ich entnahmdaraus, daß Tom Miller die Dinge vom richtigen Standpunkt ausbetrachtete und keine Scheu trug, seine Gedanken laut werden zulassen. Auch mein Onkel fühlte sich auf eine angenehme Weiseüberrascht und wandte sich gegen den Farmer, um das Gesprächwieder aufzunehmen.
„Es gibt also in Amerika keinen Adel?" fuhr er in fragendemTone fort.
„O ja, wir haben eine Menge solcher gnädiger Herren, wieJosh da — Leute, denen es so ausnehmend darum zn thun ist, obenzu hocken, daß sie nicht ruhen, bis sie an allen Leitersprossen herum-