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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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wo Miller nebst zweien seiner ältern Knaben und einigen Lohn-arbeitern mit Schleifen von Sensen, die für die bevorstehende Heu-erndte zugerichtet werden mußten, beschäftigt war.Ein schönerMorgen, der einen warmen Tag verspricht."

Guten Tag, guten Tag," entgegnete Miller hastig, indemer mit einiger Neugierde nach unsren Geräthschaften hinschaute.Was habt Ihr in Eurer Truh' Essenzen?"

Nein, Uhren und Schmucksachen," versetzte mein Onkel, in-dem er die Truhe absetzte und sie zu Besichtigung aller Anwesendenöffnete.Wollt Ihr nicht an diesem schönen Morgen eine guteUhr kaufen?"

Ist sie wirklich von Gold?" fragte Miller mit zweifelhafterMiene.Und alle diese Ketten und Ringe, sind sie auch Gold?".

Nicht ächt Gold; nein, nein, ich möchte das nicht sagendoch als Gold gut genug für so einfache Leute, wie Ihr und ich."

Dergleichen Dinge wären wohl nichts für das vornehmeVolk im großen Haus da drüben," rief einer von den Arbeitern,der mir unbekannt war, und von dem ich nachher erfuhr, daß erJoshua Brigham hieß. Der Mann sprach mit einem boshaftenHöhne, aius dem wir sogleich entnehmen konnten, daß er keinFreund war.Denk' wohl, Ihr meint. Eure Waare sey fürarme Leute?"

Sie ist für Jedermann, der mich ehrlich zahlt," versetzte meinOnkel.Möchtet Ihr nicht auch gerne eine Uhr haben?"

Das möchte ich wohl, und eine Farm obendrein, wenn ichwohlfeil dazu kommen könnte," antwortete Brigham mit einemGifte, das er nicht zu verhehlen bemüht war.Wie hoch stehenheutzutag bei Euch die Farmen?"

Ich habe keine Farmen und kann mich deshalb nicht mitihrem Verkauf abgeben. Mein Handel beschränkt sich aus Uhrenund Schmncksachen. Was ich habe, ist mir feil; aber ich kannnicht verkaufen, was nicht mein Eigenthum ist."