alle dem, Freund Davidson, lautet eure Losung; ,es lebe dieRente' — oder: ,nieder mit der Rente?'"
„Ja, Myn Heer," lautete seine ruhige Antwort, „ich zähle ge-wissenhaft die Rente nieder, wenn ich' ein Hans oder einen Gartenmiethe. Es ist stets gut — sehr gut — seine Schulden zu be-zahlen."
Diese Antwort entlockte dem Geistlichen und seiner Tochter einLächeln, während Opportnnity laut hinaus lachte.
„Du wirst aus deinen, deutschen Freund nicht viel machenkönnen, Sen," rief diese lebhafte junge Dame. „Er sagt, Dusollst es lieber mit dem Zahlen der Rente halten."
„Ich fürchte, Mr. Davidson versteht die Sache nicht ganzrecht," antwortete Seneka in großer Verblüffung, die ihn übrigensnicht hinderte, an seiner Behauptung fest zu halten. „Wenn ichEure Erklärung gehörig aufgefaßt habe, so seyd ihr ein Mann vonliberalen Gesinnungen, Mr. Davidson, und in der Absicht nachAmerika gekommen, Euch des Lichtes der Intelligenz und derWohlthaten einer freien Regierung zu erfreuen."
„Ja; als ich nach Amerika zu ziehen beschloß, sagte ich zumir selbst: ,dics ist ein gutes Land, wo ein ehrlicher Mann kriegt,was er verdient, und es auch behalten darf.' Ja, ja — das ist's,was ich immer sage und denke."
„Ich verstehe Euch, Sir. Ihr kommt von einem Theil derWelt, wo der Adel das Fett des Landes aufzehrt und des armenMannes Antheil so gut au sich reißt, wie seinen eigenen. JeneZustände find Euch cntleidet, und Ihr wünscht nun in einen, Landezu leben, wo das Gesetz so gleich ist, oder doch bald so gleichseyn wird, daß fortan kein Bürger es soll wagen dürfen, von sei-nen L ändercien zu sprechen und dnrch solche» Hochmuth die Ge-fühle derjenigen zu verletzen, welche kein großes Grnndeigcnthu»,besitzen."
Mein Onkel erkünstelte bei dem Schluß dieser Erklärung ein