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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Da mein Onkel an dieses freie und seichte Wesen gewähntund wahrscheinlich sich nicht bewußt war, welche Figur er in seinerVerkleidung machte, so verbeugte er sich mit einem Anstande, dernur schlecht zu seinem gegenwärtige» Berufe paßte, obschon meinevorläufige Erklärung, daß wir uns früher in bessern Umständen be-funden hätten, sein Benehmen nicht allzu auffallend erscheinen ließ.

Nur herein, Mr. Davidson, und öffnet Euren Kasten. Wahr-scheinlich gefällt meiner Schwester Einiges von Euren Schmuck-sachen, denn ich habe noch nie ein Frauenzimmer gekannt, beiwelcher dies nicht der Fall gewesen wäre."

Der vermeintliche Hausirer trat ein, stellte seine Kiste aus denTisch, in dessen Nähe ich mich befand, und alle Anwesenden sam-melten sich darum. Weder Seneka noch seine Schwester hattensonderlich auf mich geachtet, da das Zimmer ein öffentliches undmeine Verwandtschaft mit dein Handelsmann bekannt war. Senekawar aber seines Gegenstandes zu voll, um die gute Neuigkeit, dieer gebracht hatte, ganz fallen zu lassen, weßhalb er sich auch durchdie Musterung, welche die Uhren, Ringe, Ketten, Vorstecknadeln,Armbänder u. s. w. erlitten, nicht stören ließ.

Ja, Mr. Warren, ich hoffe, der Geist unserer Institutionenwird jetzt zu seiner völligen Entwicklung kommen, so daß wir künf-tighin im Staate New-Uork wenigstens keine privilcgirte Klaffemehr haben."

Letzteres wäre sicherlich ein großer Gewinn, Sir," versetzte derGeistliche gelassen;denn bisher haben die, welche die Wahrheitam meisten unterdrückten, und die gröbsten lügnerischen Schmeicheleienin Umlauf setzten, in Amerika ungebührliche Vortheile besessen."

Es war augenfällig genug, daß Seneka diese Ansicht nichtbehagte; indeß glaubte ich aus seinem Benehmen wahrnehmen zukönnen, daß er so ziemlich an dergleichen Zurechtweisungen vonSeiten des Geistlichen gewöhnt war.