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„Ich will nach einem Platze, Ravensnest genannt — demVernehmen nach kann man daselbst einen guten Absatz sür Uhrenfinden."
„Ravensnest?" rief der Vater.
„Ravensnest?" wiederholte die Tochter in Tönen, welche diedes Leierkastens zu Schanden machten.
„Ei, Ravensnest ist der Ort, wo ich lebe, und das Kirch-spiel, dessen Geistlicher ich bin —- der protestantische bischöflicheGeistliche meine ich."
Dies war also Mr. Warren, der Geistliche, welcher in dem-selben Sommer, in welchem ich die Heimath verließ, für unsereKirche berufen worden war und seitdem an derselben seinem Amtevorgestanden hatte! Aus den Briefen meiner Schwester Marthawar mir viel über diese Leute mitgetheilt worden, und es kam mirjetzt vor, als hätte ich sie schon seit Zähren gekannt. Mr. Warrenwar ein Mann von guter Familie und einiger Erziehung, obschonohne Mittel, und hatte fich gegen den Wunsch seiner Freunde demDienste der Kirche geweiht, welcher seine Vorfahren angehörthatten und in der einer seiner Ahnherrn vor einem oder zwei Jahr-hunderten sogar bis zur Würde eines englischen Bischofs gestiegenwar. Um seiner Predigten willen stand er nicht sonderlich im Rufe;dagegen besaß er das Lob einer treuen Pflichterfüllung und erfreutefich deßhalb der grüßten Achtung. Die Pfründe der Saint-Andrews-Kirche zu Ravensnest wäre dürftig genug gewesen, wenn fie alleinaus Beiträgen der Pfarrkindcr bestanden hätte, da diese zum Unter-halt vines Priesters nur hundertundfünfzig Dollars jährlich bei-steuerten. Ich zahlte, auch.während meiner langen Minderjährig-keit, regelmäßig des Jahrs hundert Dollars, und meine Großmuttertrug mit meiner Schwester weitere fünfzig bei. Außerdem gehörtennoch zur Pfarrei fünfzig Acres trefflichen Landes, ein Stück Waldund die Interessen von zweitausend Dollars — lauter Begabungen,welche mein Großvater während seiner Lebzeiten noch gestiftet hatte.