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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
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täuschen konnten, daß die große Masse der Pächter in den verschie-denen Counties New-Uork's darauf erpicht war, auch ohne dieZustimmung der Grundherrn Vortheile aus ihren Farmen zu zie-hen, die ihnen durch die Verträge nicht zugestanden waren; ihreAnschläge waren demgemäß von einer Art, wie sie kein ehrlicherMann in der Gemeinschaft hätte dulden sollen.

Schon die Thatsache, daß sie das sogenannteJnschens"-Sy-stem unterstützten oder auch nur gewähren ließen, gab ihre Beweg-gründe zur Genüge zu erkennen, und wenn wir dabei noch ferner inErwägung ziehen, daß dieseJnschens" bereits zu dem Aeußerstendes Blutvergießens geschritten waren, so konnte wohl Niemand mehrdaran zweifeln, daß die Angelegenheiten bald zu einer Krisis kom-men mußten.

Wir beide, Onkel Ro und ich, stellten über alle diese Dingemit der größten Ruhe unsere Betrachtungen an und entschieden unsfür ein Verfahren, das man hoffentlich nicht für unklug halten wird.Da dieser Entschluß folgereich für mein ganzes künftiges Lebenwurde, so will ich jetzt in kurzen Zügen andeuten, was uns zudemselben bestimmte.

Es war für uns höchst wichtig, Ravensnest persönlich zu be-suchen, und doch konnte ein derartiger offener Schritt sehr gefähr-lich werden. Das Nesthaus stand mitten auf dem Besitzthum, undda wir die Stimmung der Pächter nicht kannten, so war es viel-leicht unklug, unsre Anwesenheit wissen zu lassen. Die Umständebegünstigten übrigens den Plan unsers Jncognitobesuchs; denn daman uns erst im Herbst oder mit demFall der Blätter," wiediese Zeit des Jahres poetisch in Amerika genannt wird er-wartete, so konnten wir wohl annehmen, daß wir bei unserm un-vorhergesehenen Eintreffen auch unentdeckt blieben. Die Art, wiewir dies angriffen, war sehr einfach, und läßt sich am besten imLaufe der Erzählung darstellen.

Ravensnest. 5