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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
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die, wie es in der Regel bei den Erben von New-Vorker Kauflentenzu gehen Pflegt, auf dem besten Weg sich befanden, durch einschwelgerisches Leben in Bälde ihres Erbtheils ledig zu werden.Unter solchen Umständen kommt einem jungen Amerikaner nichtsbesser zu statten, als das Reisen, durch das er entweder znm Mannegemacht oder schnell ganz zu Grunde gerichtet wird. Ein unver-besserlicher Pinsel wird von europäischen Abenteurern in kurzerZeit dermaffen gerupft, daß er den Nothstand bald überwunden hat;ist aber der junge Reisende in Folge der schlechten Erziehung, wel-che man zu New-Dork heimisch findet, nur eitel und leichtfertig,dabei übrigens mit einigem gesunden, heimischen Kern versehen, soläßt er steh den Bart um Ohren und Kinn wachsen, kleidet sichbesser, nimmt feinere Manieren an, verliert bald den Geschmackan den gemeinen und niedrigen Liebhabereien der Jugend und eignetsich eine Bildung an, wie sie jeder gewinnen muß, der die kostba-ren Augenblicke seiner früheren Jahre nicht ganz wegwirft. Isteiner in seiner Jugend gut erzogen worden und mit der Fähigkeitbegabt, auf dieser Grundlage fortzubauen, so steht zu erwarten,daß ihm bei seinem Eintritt in die alte Welt die Schuppen schnellvom Auge fallen werden. Seine Ideen und Liebhabereien gewin-nen eine neue Richtung, er bildet sich zu dem verständigen Mann,den die Natur aus ihm formen wollte, und kehrt zuletzt in dieHeimath zurück, eben so sehr der guten als der schlimmen Seitenbewußt, welche sein Vaterland und dessen Institutionen bieten. Einsolches Reifen an Weisheit kann dann auch nicht verfehlen, ihn zueinem bessern Menschen zu mache». Wie dieser Versuch bei denMarstons angeschlagen hatte, war weder mir noch meinem Onkelbekannt, denn sie hatten das europäische Festland besucht, währendwir uns im Orient aufhielten, und waren bereits wieder nach Amerikazurückgekehrt. Was Miß Anna betraf, so hatte sie eine Mutter,welche in gleicher Weise für die Ausbildung ihres Geistes und