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„Darf ich fragen, von welcher Beschaffenheit diese Neuigkeitensind?" wagte ich nun zu entgegnen/
„Ja wohl, und du sollst Alles erfahren. Es ist überhauptnicht mehr als billig, daß du den ganzen Sachbestand wohl be-greifest, denn du bist unmittelbar dabei betheiligt, und bei dem Er-folg kömmt ein großer Theil deines Vermögens in Frage. Sindnicht die Manor - Wirren, wie sie genannt wurden, schon vor un-serm Abgang aus der Heimath besprochen worden?"
„Allerdings, obschon damals nicht viel davon verlautete. Wennich mich recht erinnere, so haben wir unmittelbar vor unsrer Ab-reise nach Rußland Einiges darüber in den Zeitungen gelesen; Ihrmeintet damals, der Vorgang sey eine Schande für den Staat,glaubtet aber nicht, daß ein erhebliches Resultat dabei herauskom-men werde."
„So meinte ich freilich zu jener Zeit, aber meine Hoffnungist trügerisch gewesen. Es waren einige Gründe vorhanden, welchedie Lage der Bevölkerung unter dem verstorbeneil Patron unan-genehm machten, und ich hielt die Sache für natürlich, obschonnicht zu rechtfertigen; denn leider liegt es zu sehr in dem mensch-lichen Wesen, sich dem Unrecht zuzuneigen, namentlich wenn derGeldpunkt mit in Frage kommt."
„Ich verstehe Eure Anspielung nicht ganz, Sir."
„Sie ist leicht ins Klare gesetzt. Das Besitzthum der vanRenffelaer ist erstlich von großer Ausdehnung; denn das Herrengut,wie es noch immer aus frühern Zeiten her genannt wird, erstrecktsich aus dreizehn Stunden von Ost nach West und auf zehn Stun-den von Nord nach Süd. Mit einigen unwesentlichen Ausnahmen,unter welche die Markungen von drei oder vier Städten gehören,die beziehungsweise sechs bis zwanzig und vierzigtausend Seelenfassen, war früher dieser große Landstrich das Eigenthum eineseinzigen Mannes, nach dessen Ableben es aus zwei Individuen kam.