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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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kleiner Mackel aufzutauchen beginnt. Menschliche Gebrechlichkeit,weiter Nichts wir dürfen unter dem Monde nichts Vollkomme-nes erwarten. Allerdings ist man ein wenig zu sehr geneigt, dieGesetze im Interesse des großen Hansens zu erlassen, um bei denWahlen Stimmen zu gewinnen, und dieser Umstand hat möglicher-weise die Beziehung des Gläubigers zu dem Schuldner ein wenigunsicher gemacht; aber wenn man nur die Klugheit walten läßt,so kann man gleichwohl leicht durchkommen. Meinst Du nicht, derIrrthum liege auf der richtigeren Seite, wenn statt des Reichender Arme begünstigt wird, falls je da oder dort eine Bevorzugungstattfinden soll?"

Die Gerechtigkeit darf keine Begünstigungen eintreten lassen,sondern muß alle gleich behandeln. Ich habe stets gehört, dieTyrannei des großen Haufens sey die allerschlimmste von der Welt."

Wenn sicl/s wirklich um Tyrannei handelt, so hast Du viel-leicht recht, und der Grund hiefür liegt nahe. Ein einziger Ty-rann ist bälder zufrieden gestellt, als eine Million, und hat außerdemnoch ein größeres Verantwortlichkeits-Bewußtseyn. Wenn z. B.der Czaar geneigt wäre, ein Tyrann zu seyn zwar kann ichmir dies von Nikolaus nicht denken aber selbst wenn er Lustdazu hätte, so würde er doch Anstand nehmen, unter seiner aus-schließlichen Verantwortlichkeit Dinge vorzunehmen, wie sie sich un-sere Majoritäten erlauben, ohne auch nur eine Ahnung von derBedrückung, die sie üben, zu haben oder sich überhaupt darum zukümmern. In dieser Hinsicht ist man im Ganzen gar sorglos, undes geschieht lange nicht genug, um den unermeßlichen Vortheilendes Princips das Gleichgewicht zn halten."

Ich habe von sehr verständigen Männern sagen hören, dasschlimmste Zeichen in unsrem System sey die Thatsache, daß dieGerechtigkeit allmälig so sehr in Verfall geräth. Die Richterhaben meist ihren Einfluß verloren, und die Geschwornen verstehensich ebensogut aufs Brechen als aufs Machen der Gesetze."