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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Aber der schlimmste Zug in diesem Beschluß oder wie ich bessersage in dem versuchten Beschluß verdient hier auch noch einige Be-leuchtung. Er setzt eine Prämie auf den Mord. Dieses Verbrechen istbereits von den Antirentcrn verübt worden und zwar augenscheinlich inder Absicht, ihren Zweck zu erreichen. Man sagt ihnen damit, so oftihr einen Grundbesitzer erschießt, und der Versuch dazu ist schon oftgemacht worden könnt ihr eure Pachtgütcr in freie umwandeln! DieArt der Abschätzung ist gleichfalls so interessant, daß sie eine Bemerkungverdient. Man muß die Schätzung auf Zeugniß hin vornehmen lassen.Die Zeugen sind dann natürlichdie Nachbarn" und so kann durchdas ganze Land Einer für den Andern schwören.

Wir als Demokraten, verwahren uns feierlich gegen solche frecheBetrügereien, gegen so handgreifliche Habsucht und Raubgier, die manmit jedem anderen Namen, nur mit ihrem wahren nicht bezeichnet. Hatirgend eine Partie ihre Hand darin, so mnß diese der Teufel selbst sehn.Das demokratische Bewußtseyn ist ein stolze«, edles Gefühl, und es fälltihm eben so wenig ein, den Armen zu berauben, um den Reichen nochreicher zu machen, als es zu Gunsten des Armen einen Eingriff in dieRechte des Reichen gestattet. Gerechtigkeit ist sein Princip es be-handelt alle Menschen gleich und will nichtdie Verbindlichkeit vonContrakten schwächen." Die Demokratie ist keine Freundin einer heuch-lerischen Gesetzgebung, sondern hat das Rechte im Ang' und wagt es,offen zu Handel». Es ist eine schlimme Verblendung, wenn man glaubt,die ächte Demokratie habe etwas mit Ungerechtigkeit oder Schurkereigemein.

Ebenfalls kann von keinem Gesichtspunkte aus die Bebauptung demAntirentismus zur Entschuldignng dienen, die Pachtverhältnisse seyen unzu-träglich. Das Zuträglichste in der Welt ist die Gerechtigkeit. Wäre auchkein anderer Einwnrf gegen diese Rentenbcwegung Pisznbringen, als der,daß sie einen verderblichen Einfluß übe, so sollte dies allein schon zu-reichen, um jeden weisen Mann in der Gemeinschaft zum festen Wider-stände aufzufordern. Wir haben schon zu viel von dieser Erde gesehen,um uns so leicht überzeugen zu lassen, daß der Bestand großer Pacht-güter, wenn er wie es bei uns der Fall ist nicht im Gefolgevon politischer Macht auftritt, nachtheilig ja, daß er nicht entschiedenvortheilhaft sey. Der alltägliche Vorwand, er vereitle die Civilisationeines Landes, ist in keiner Weise durch Thatsachen bestätigt. Die clvl-listrtesten Länder Her Erde sind im Besitz dieses Systems, und nochobendrein unter Verhältnissen, gegen die sich manche ernstliche Einwen-dungen vorbringen lassen Einwendungen, die übrigens für Amerikakeine Geltung haben. Daß eine ärmere Klaffe von Bürgern ursprüng-lich in Ncw-Dork Ländercicn gepachtet, dann aber anderweitig erworbenhat, ist wahrscheinlich richtig, und in gleicher Weise läßt sich annehmen,daß die Wirkungen dieser Armuth und sogar des Pachtsystems in derKindheit eines Landes auf den Gütern nachweisbar sind. Doch diesheißt die Sache von einem sehr einseitigen Gesichtspunkte auffassen.