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Vorwurf machen. Im Gegentheil ist es lächerlich, etwas Andereszu verlangen, wenn die Thatsachcn so deutlich sprechen."
„Die Straßen scheinen ganz verödet zu sey». Ich hielt NewUork für eine sehr belebte Stadt."
„Und doch ist dies das Broadway, eine Straße, von der Euchjeder Amerikaner sagen wird, sie sey stets so von Menschenmassenüberfüllt, daß man nicht einmal darin athmen könne."
„Nur John Effingham macht von diesen Amerikanern eineAusnahme," bemerkte Mr. Effingham lächelnd.
„Dies ist also Broadway?" rief Eva fast erschrocken.
„Ohne Frage. Seyd Ihr noch nicht erstickt?"
Eva blieb still, bis der Wagen vor der Thür ihrer väterlichenWohnung anfuhr. Mademoiselle Viefville dagegen drückte überAlles, was fie sah, ihre Freude aus — Kundgebungen, durchwelche ein LandeSeingeborencr wohl hätte getäuscht werden können,da einem solchen nicht wohl zuzumulhen ist, daß er in der Lagesey, sich die Ursache ihres Entzückens zu erklären. Sie war erst-lich eine Französin und als solche daran gewöhnt, den Leutengerne etwas Angenehmes zu sagen, und zweitens kam fie eben erstvon einem Elemente her, das sie verabscheute, weshalb das Landeinen doppelt erfreulichen Eindruck auf sic machte. Der Hauptgrundlag übrigens darin, daß Mademoiselle Viefville, gleich den meistenEuropäern, Amerika sich nicht nur als ein Provinzialland mit sehrtiefstehender Civilisalion, sondern als einen halb barbarischen Welt-theil gedacht hatte. Was sic jetzt sah, übertraf ihre Erwartungendermaßen, daß so zu sagen der Gegensatz sie mit Entzücken erfüllte.
Da wir später Gelegenheit haben werden, von Mr. Esfing-hamS Wohnung zu sprechen und den Leser in die Geschichte unsererverschiedenen handelnden Personen weiter einzuführcn, so übergehenwir vorderhand die Gefühle, welche Eva erfüllten, als sie sich selbi-gen Abend unter ihrem eigenen Dache einrichtete. Am andernMorgen jedoch trat ihr im Frühstückzimmer John Effingham ent-